Zu schwul – Malaysia verbietet „Brüno“

Malaysia hat Sacha Baron Cohens Kinohit „Brüno“ verboten. Das hat die Regierung des islamischen Landes heute verkündet. Im Film gehe es zu sehr um schwules Leben, außerdem hat er schwule Sexszenen, so die Behörden.

Eine Vertreterin der Malayischen Filmzensur betonte, der Film musste wegen seiner Handlung, der offensiven Sprache, den Witzen und der rassistischen Grundhaltung mit „unannehmbar“ bewertet werden. Die Dame, die ungenannt bleiben will, erklärte: „Er wurde verboten, weil die Geschichte auf einem schwulen Leben basiert. Und es gibt jede Menge Sex-Szeen. Das widerspricht unserer Kultur!“

Außerdem verletze der Film „klar die Empfindsamkeiten und Glaubensgrundsätze von Christen, indem er deren Religion herabsetzt“.

Auf Homosexualität stehen im mehrheitlich muslimischen Malaysia bis zu 20 Jahre Gefängnis sowie Auspeitschung.

In „Brüno“ spielt Sacha Baron Cohen einen tuckigen österreichischen Modereporter. Zuvor hatte bereits die Ukraine den Film verboten, da „die Moral der Bürger durch die Zurschaustellung homosexueller Perversionen geschädigt werden könnte“.