Steven Gately ist tot

Steven Gately, offen schwules Mitglied der irischen Band „Boyzone“ ist tot.

Gately starb am Samstag während seines Urlaubs auf der Kanaren-Insel Mallorca. Der 33-Jährige war dort mit seinem Partner Andrew Cowles.

Über die genaue Todesursache gibt es noch keine Informationen. Einer britischen Zeitung sagte ein ungenannter Freund: „Es sieht so aus, als ob er für ein paar Drinks ausgegangen wäre, dann zurück kam, eingeschlafen ist und nicht mehr aufwachte“.

Boyzone-Manager Louis Walsh ist schockiert. Der britischen Zeitung „News of the World“ erzählte er: „Ich war erst am Montag mit ihm bei einer Preisverleihung. Wir wissen nicht viel über das, was passiert ist“.

Die anderen vier Bandmitglieder, Ronan Keating, Keith Duffy, Shane Lynch und Mikey Graham, fliegen auf die Insel. Ronan Keating, der zur Zeit in Chicago ist, trauert um seinen Bandkollegen: „Er hat Steven wie einen Bruder geliebt, sie wahren sehr eng befreundet. Es hat ihn vollkommen niedergeschlagen. Es ist ein massiver Schock für jeden und keiner kann es noch begreifen. Er war ein Mann in der Blüte seiner Jahre, und es ist eine große Tragödie“, so ein Freund von Keating in „News of the World“.

Mit Gately stirbt das erste offen schwule Mitglied einer Boyband. Am 16. Juni 1999 hatte er sein öffentliches Coming-Out und machte seine Beziehung zu „Caught in the Act“-Kollege Eloy de Jong öffentlich. Das Coming Out löste eine unerwartete Welle der Unterstützung durch seine Fans aus. Seit 19. März 2006 ist er mit dem Internet-Unternehmer Andrew Cowles verpartnert. Bei der Zeremonie waren unter anderem auch Sir Elton John, George Michael oder Spice Girl Emma Bunton anwesend.

Boyzone wurde 1993 nach einem Casting gegründet. Vor ihrer Trennung im Jahr 2000 hatten sie 17 Singles in den britischen Top 5 und vier Nummer-Eins-Alben. Im Jahr 2007 traten sie wieder gemeinsam auf.

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