Radikal-Christen gegen Lady GaGa

Die Westboro Baptist Church hat ein neues Opfer: Diesmal haben es die religiösen Schwulenhasser auf Lady GaGa abgesehen. Sie haben angekündigt, am 7. Jänner vor einem Konzert, das die Sängerin in St. Louis gibt, zu protestieren.

In einer Presseaussendung bezeichnet die in Kansas beheimatete Kirche die Sängerin als „schlüpfrige Gotteshasserin“: „‚Kunst‘ und ‚Mode‘ sind die Begriffe, mit denen die stolze Hure Lady GaGa die Rebellion gegen Gott lehrt“, ist sich die Kirche sicher. „Wir werden mit Plakaten auf das Konzert gehen, auf denen ‚God hates Lady GaGa steht“, erklärt Shirley Phelps-Roper, Tochter des Kirchenführers Fred Phelps. Damit will die Westboro Baptist Church „die Leute informieren, dass sie in die Hölle kommen, wenn sie ihre Botschaften hören.“ Denn die Schwulenikone ist den konservativen Christen zu homofreundlich: „Sie hat ihre schäbige Klappe zu halten und soll aufhören, das zu fördern“, ignoriert Phelps-Roper das Gebot der christlichen Nächstenliebe.

Bis jetzt ist die Kirche in erster Linie durch ihren blinden Schwulenhass aufgefallen: So haben sie bei Begräbnissen im Krieg gefallener US-Soldaten „God hates Fags“-Tafeln hochgehalten und behauptet, die toten Soldaten seien die Rache Gottes für die liberale Haltung der USA gegenüber Homosexualität. Phelps und seine Tochter wurden deshalb auch mit einem Einreiseverbot nach Großbritannien belegt.