Sechs Burschen missbraucht: Acht Jahre Haft

Am Landesgericht Eisenstadt ist ein 35-jähriger wegen schweren sexuellen Missbrauchs junger Burschen zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte lebte zunächst im Bezirk Neusiedl am See, im Jahr 2008 zog er nach Niederösterreich um. Die Eltern seiner Opfer kannten ihn und wussten auch, dass er schwul ist und hatten damit kein Problem – von seiner pädophilen Neigung ahnten sie nichts.

Ab 1999, vor allem aber zwischen 2006 und 2008 soll sich der Mann Hunderte Male an insgesamt sechs Burschen vergangen haben. Zu Beginn des Missbrauchs war einer der Buben zehn, zwei weitere elf Jahre alt. Nach Angaben des Staatsanwalts hat der Mann ausgenutzt, dass die Opfer aus teilweise desolaten Verhältnissen stammen.

Laut Richter Wolfgang Rauter war der Angeklagte nur „marginal geständig“ – allerdings war ein Geständnis aufgrund der „dichten Beweislage“ für den Richter auch nicht notwendig. Der Angeklagte gab nur Sexualkontakte mit einem 14- und einem 15-Jährigen zu. Diese wären zwar nicht strafbar gewesen, allerdings gab es zwischen Täter und Opfer ein Autoritätsverhältnis – damit sind auch diese Fälle für den Richter relevant.