Neuer Anlauf für „Bauer sucht Mann“

Nachdem ein erster Versuch in Deutschland schief gegangen ist, versucht nun ein Schweizer Fernsehsender schwule Bauern zu verkuppeln.

Für die nächste Staffel von „Bauer, ledig, sucht…“ möchte der Privatsender „3+“ gerne einen schwulen Kandidaten oder eine lesbische Kandidatin verkuppeln. Das berichtet die Schweizer Zeitung „20 Minuten“.

Unterstützung sucht sie dabei bei der Lesben- und Schwulenorganisation „Pink Cross“. Doch die ist skeptisch: „Es gibt wahrscheinlich viele nicht-geoutete Bauern, die ihre Homosexualität heimlich ausüben“, so Sprecherin Martina Camenzind. Ein erster Versuch von RTL, für die deutsche Ausgabe der Kuppel-Show gleichgeschlechtlich orientierte Landwirte zu suchen, schlug fehl. Und in Österreich hat der Privatsender ATV, der sonst gerne auf Klischeeschwule zurückgreift, bis jetzt darauf verzichtet, zwei Männer oder zwei Frauen zusammenzubringen.

Der Homo-Suche ablehnend stehen auch die Kandidaten der aktuellen Staffel gegenüber: „Wenn man Bauer aus Leidenschaft ist, will man auch eine Familie“, erklärt der streng katholische Bauer Alois aus Luzern gegenüber „20 Minuten“.

Dabei wäre die Schweizer Ausgabe der Bauern-Kuppelshow für ein homosexuelles Paar besonders gut geeignet – wird sie doch vom offen schwulen Marco Fritsche moderiert. „Es ist wichtig, dass der Grossteil der Bevölkerung lernt, dass es Verschiedenes gibt. Homosexuelle Paare funktionieren gleich wie heterosexuelle“, erklärt Fritsche, der sich über ein schwules oder lesbisches Bauernpaar freuen würde…