Neue Spur nach Anschlag auf Jugendgruppe in Tel Aviv

Die Polizei von Tel Aviv hat neue Hinweise auf jenen Mann, der Anfang August 2009 bei einem Anschlag auf eine Coming-Out-Gruppe zwei Jugendliche ermordet und 15 weitere zum Teil schwer verletzt hat. Das berichtet das Online-Portal „queer.de“ unter Berufung auf israelische Medien.

So sollen die Behörden bei Labortests ein Merkmal des Täters identifiziert haben, über das nur wenige tausend Menschen in Israel verfügen. Nach dem Ausschlussverfahren hat die Polizei dann die Zahl der Verdächtigen auf etwa tausend reduziert. Diese sollen nun in den nächsten Tagen befragt werden.

Die Ermittlungen in dem Fall hätten nach wie vor Priorität, betont Polizeichef Dudi Cohen. Bei dem Anschlag vor zehn Monaten stürmte ein vermummter Mann den Keller des „Aguda“ Lesben- und Schwulenzentrums, in dem sich gerade eine Coming-Out-Gruppe traf. Einige Eltern der Opfer erfuhren erst durch den Anschlag von der Homosexualität ihres Kindes. Für Cohen ist der Anschlag „eine der schlimmsten Attacken auf Israel“.

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