Eingetragene Partnerschaften in der Steiermark „zufriedenstellend“

Zufrieden mit der Entwicklung der Eingetragenen Partnerschaft in der Steiermark ist Kurt Zernig von der steirischen Lesben- und Schwuleninitiative „Rosa Lila PantherInnen“. Im ersten Jahr haben sich 62 Paare das Ja-Wort gegeben, das liege innerhalb der Erwartungen: „Diese Zahl entspricht in etwa den Erfahrungen, die auch Dänemark gemacht hat. Dänemark war vor 21 Jahren das erste Land in Europa, das eine Partnerschaft eingeführt hat. Wenn man sich die Zahlen der dänischen Partnerschaftsschließungen auf die österreichische Bevölkerung umlegt, dann kommt man auch in etwa auf eine solche Zahl“, so Zernig gegenüber dem ORF Steiermark.

Auch in der Grünen Mark gibt es ein deutliches Stadt-Land-Gefälle: Denn 36 Verpartnerungen, mehr als die Hälfte, fanden in Graz statt. In den Bezirken ist das Interesse deutlich geringer: Drei Verpartnerungen gab es beispielsweise im Bezirk Voitsberg, vier in Weiz, und je ein Paar in Hartberg und Liezen. Aus den anderen Bezirken liegen keine Daten vor.

Dass es zu keinem Ansturm auf das Grazer Magistrat und die Bezirkshauptmannschaften gekommen ist, wundert Zernig nicht. Schließlich müsse sich jedes Paar diesen Schritt genau überlegen: „Das Eingehen einer eingetragenen Partnerschaft ist wie das Eingehen einer Ehe kein Wettbewerb, sondern das muss sich jedes Paar für sich selbst überlegen, ob es in der jeweiligen Konstellation für sie sinnvoll ist, und genau dabei soll man es auch belassen“, so Zernig weiter.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alle Informationen zur Eingetragenen Partnerschaft in der Steiermark