Homosexualität für FP-Politikerin „freie Entscheidung“?

Homosexualität ist eine freie Willensentscheidung – zumindest für die freiheitliche Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

Im Rahmen einer Enquete zum Thema Fortpflanzungsmedizin sprach sich die FPÖ-Politikerin zunächst dafür aus, ungewollte Kinderlosigkeit als Krankheit anzuerkennen. Das würde zu einer zumindest teilweisen Übernahme der Behandlungskosten durch die Krankenkassen führen.

Von diesem Vorschlag ausgenommen seien allerdings „Personen, die sich aus freien Stücken in eine homosexuelle Beziehung begeben“, so Belakowitsch-Jenewein. Diese müssten wissen, dass sie sich einen Kinderwunsch nicht erfüllen können, meint die FPÖ-Politikerin.

Damit ist die Gesundheitssprecherin auf Parteilinie: In ihrem neuen Parteiprogramm hat die FPÖ unter anderem festgelegt, wie sie sich eine Familie vorstellt: „Die Familie als Gemeinschaft von Mann und Frau mit gemeinsamen Kindern ist die natürliche Keimzelle und Klammer für eine funktionierende Gesellschaft“, heißt es in dem Papier, das vor wenigen Tagen in Graz vorgestellt wurde.

Derzeit ist in Österreich lesbischen Paaren untersagt, sich künstlich befruchten zu lassen. Eine Klage gegen diese Regelung, die im Zuge des Partnerschaftsgesetzes verschärft wurde, ist im Laufen.