Heinisch-Hosek für Adoptionsrecht bei Homo-Paaren

Mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Paare, die eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen sind, fordert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Dabei ist der SPÖ-Politkerin unter anderem ein Dorn im Auge, dass schwule und lesbische Paare keinen Familiennamen, sondern nur einen Nachnamen ohne Bindestrich tragen dürfen. Das sei diskriminierend und sollte dringend geändert werden, so Heinisch-Hosek. Sie habe ihre Vorschläge bereits in die Verhandlungen mit Justizministerin Karl zu einem modernen Familienrecht eingebracht, erklärt die Ministerin: „Natürlich sind auch homosexuelle Paare für uns Familie. Denn Familieist dort, wo Menschen füreinander da sind und Verantwortung übernehmen. Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung“.

Auch beim Adoptionsrecht sieht Heinisch-Hosek dringenden Handlungsbedarf: „Als erstes möchte ich über leibliche Kinder von PartnerInnen reden. Denn wenn gleichgeschlechtliche Paare füreinander und für Kinder da sind und sorgen, ist es nicht einzusehen, dass sie diese Kinder nicht adoptieren dürfen. Als zweiten Schritt ist für mich sehr gut vorstellbar, dass es auch eine Fremdkindadoption geben soll“, so die Ministerin.

Vom Koalitionspartner ÖVP, der sich immer strikt gegen die Einführung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen hat, gibt es noch keinen Kommentar zum Vorstoß von Heinisch-Hosek. Allerdings hatte VP-Obmann Michael Spindelegger zuletzt gemeint, dass man ein homosexuelles Paar mit Kind bei einer Neudefinition des Familienbegriffs „mitbewerten“ solle. Derzeit sehe er diese Problematik wenig, schränkte Spindelegger aber ein.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alle Informationen zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich