Cynthia Nixon hat sich „entschieden, lesbisch zu sein“

Für Verstimmung sorgt „Sex and the City“-Star Cynthia Nixon in der Schwulen- und Lesbenszene. Nixon sagte, sie habe sich bewusst dazu entschieden, lesbisch zu leben.

„Ich hielt vor kurzem eine Rede vor einem schwullesbischen Publikum und sagte: ‚Ich war schon hetero und ich war schon lesbisch – lesbisch ist besser.'“, so Nixon, die seit 2004 mit Christine Marinoni zusammen lebt, im Gespräch mit dem schwulen Promi-Blogger Perez Hilton. „Sie drehten es herum und behaupteten, ich hätte damit gesagt, dass Lesbisch-Sein eine Entscheidung ist. Und für mich ist es das auch. Ich kann schon verstehen, dass viele Menschen das nicht so empfinden, aber ich empfinde es nunmal als Entscheidung, und niemand darf meine Homosexualität in meinem Namen definieren.“

Dass Nixon freimütig zugibt, sich bewusst für ihre Homosexualität entschieden zu haben, verstört in der schwul-lesbischen Community. Denn das würde bedeuten, dass man sich auch gegen seine Homosexualität entscheiden kann – Wasser auf die Mühlen ultrakonservativer Kräfte. Nixon selbst versucht zu beruhigen. Ihr Appell an die Community: „Es ist egal, ob wir hier her geschwommen oder geflogen sind, wir sind hier. Wir sind eine Gruppe, bitte lasst uns aufhören, einen Lackmus-Test erfinden zu wollen, der klärt, wer homosexuell ist und wer nicht.“

Denn der Gedanke, sie könnte bereits vor ihrer Beziehung mit Marioni lesbisch gewesen sein, ohne es gemerkt zu haben, ist für Nixon „eine Beleidigung mir gegenüber, aber vor allem allen Männern gegenüber, mit denen ich je ausgegangen bin.“