Schweiz will mehr schwule und lesbische Touristen

Die Schweiz will mehr schwule und lesbische Touristen: Mit einem eigenen Label sollen nun vermehrt diese „Premium-Gäste“ ins Land gelockt werden.

Bereits 49 Betriebe sind vom Schweiz Tourismus als „gayfreundliche Hotels“ zertifiziert – vom Fünf-Sterne-Haus in Lausanne bis zum Zwei-Sterne-Haus am idyllischen Vierwaldstättersee. Mit ihnen will der Schweiz Tourismus vor allem in Deutschland, England und Frankreich um neue Gäste buhlen. „Schwule und Lesben sind oft Doppelverdiener ohne Kinder mit Interesse für kulturelle Angebote“, erklärt Urs Eberhard von Schweiz Tourismus der Tageszeitung „20 Minuten“. Primäre Zielgruppe seien Lesben und Schwule, die „ohne aufzufallen in gewöhnlichen Hotels absteigen wollen“.

Für die Zertifizierung müssen die Hotelbetreiber ihr Personal entsprechend schulen. Es gehe darum, die Gäste-Gruppe mit ­Respekt zu behandeln und keinen Fauxpas zu machen, meint Eberhard. Dafür müssen sie ein Online-Trainingsprogramm absolvieren.

Der Erfolg scheint den Schweizern Recht zu geben: So haben sich die Zugriffe auf die LGBT-Seiten des Schweiz Tourismus im letzten Jahr verdreifacht, freut sich Eberhard.

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