‚Zwangsouting‘ bei DSDS-Kandidat?

Was wäre „Deutschland sucht den Superstar“ ohne homosexuellen Kandidaten? Immerhin, an den offiziell bisexuellen Daniel Küblböck können wir uns noch erinnern, an den Gewinner dieser Staffel nicht mehr.

Nun kam RTL dieses Jahr etwas in Zugzwang: Die Leipziger Drag-Queen Betty Bambi musste das Malediven-Casting vorzeitig beenden, und auch der bisexuelle David Petters flog bereits vor den Liveshows aus der Sendung. Dass er nun die Produktionsfirma verklagt, weil sie ihn seiner Meinung nach zu einer gefakten Liebesbeziehung mit einem anderen Kandidaten zwingen wollte, bereitet dem Kölner Sender wohl auch ein wenig Kopfschmerzen.

Doch da half den Mannen rund um Dieter Bohlen die „Bild“-Zeitung. In der Samstagsausgabe der Boulevardzeitung wird der 22-jährige Kandidat Kristof Hering aus Hamburg als: „Der Nette“ vorgestellt. Zusatz: „Geheimnis: ist homosexuell“.

Ob dieses Outing ganz freiwillig war, kann bezweifelt werden. Am Vortag beantwortete er in einem „Bild“-Interview die Frage nach einer Freundin sehr zurückhaltend. „Ich bin gerade verliebt. Es funkelt. Mehr möchte ich noch nicht sagen…“, sagte Hering. Am nächsten Tag konnte allerdings ganz Deutschland lesen: „Hat seit drei Jahren einen Freund.“

Hering bestätigte den „Bild“-Artikel: „Ich stehe auf Männer. Und das ist auch gut so.“ So ganz wollte er die weiblichen Fans aber offenbar nicht vergraulen. So beeilte er sich, zu erklären, dass er „auch auf Mädchen“ stehe – denn „Mädchen sind schön“.