[Video] Heute Ehe-Öffnung in Maryland

Der Gouverneur von Maryland, Martin O’Malley, wird heute ein Gesetz über die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule unterzeichnen.

„Alle Kinder verdienen die Möglichkeit, in einem stabilen Heim zu leben, das sie liebt, sich um sie kümmert, mit dem gleichen Schutz des Gesetzes“, sagte O’Malley letzte Woche, als das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates das Gesetz beschlossen hat. Auch hier droht dem Gesetz eine Anfechtung der Ehe-Öffnung vor Gericht. Übersteht das Gesetz diesem Angriff, kann es im Sommer in Kraft treten.

Maryland ist ein kleiner Bundesstaat an der Ostküste der USA, der allerdings fast 6 Millionen Einwohner hat und als eines der dichtesten besiedelten Gebiete der USA gilt. Das Durchschnittseinkommen ist mit fas 70.000 Dollar im Jahr das höchste in den Vereinigten Staaten.

Damit bekommt die Ehe-Öffnung in den USA in diesem Jahr eine neue Dynamik: Erst vor zwei Wochen hat der US-Bundesstaat Washington die Öffnung der Ehe beschlossen. Auch die Parlamentarier von New Jersey wollten im Februar die Standesämter für Lesben und Schwule öffnen, scheiterten vorerst aber am Veto des republikanischen Gouverneurs Chris Christie.

In sechs Bundesstaaten und dem District of Columbia, in dem die Hauptstadt Washington liegt, ist die Ehe bereits für Lesben und Schwule geöffnet. Fünf weitere Bundesstaaten bieten Eingetragene Partnerschaften an, die die gleichen Rechte wie die Ehe garantieren.

Gerichtsverfahren, die eine Öffnung der Ehe oder eine Aufhebung des Ehe-Verbots zum Ziel haben, gibt es derzeit in mindestens zwölf US-Bundesstaaten, unter anderem Hawaii, Minnesota und Kalifornien.

In Minnesota werden allerdings, genau wie in North Carolina, die Wähler im November über ein Verbot der Homo-Ehe abstimmen können. Die konservative „National Organisation for Marriage“ hofft, dass auch in New Hampshire ein Referendum im Herbst die eingeführte Ehe für Lesben und Schwule wieder beenden könnte.

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