‚Baltic Pride‘ kann stattfinden

Gute Nachrichten aus der lettischen Hauptstadt Riga: Die Stadtverwaltung hat grünes Licht für die „Baltic Pride“, die Lesben- und Schwulenparade der baltischen Staaten, an 2. Juni gegeben.

Die Veranstaltung der lettischen Lesben- und Schwulenorganisation „Mozaīka“ stelle „keine ernsthafte Bedrohung der öffentlichen Sicherheit“ dar, befanden die Beamten.

Der „Baltic Pride“ findet jedes Jahr in einem anderen der baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen statt. Dieses Jahr werden bis zu 650 Teilnehmer aus dem dem Baltikum, Skandinavien und weiteren Ländern erwartet. Unterstützt wird sie unter anderem von Amnesty International, den Botschaften der skandinavischen Länder, großbritanniens, der Niederlande, der USA oder dem lettischen Institut Français.

Auch in Lettland ist die Lesben- und Schwulenparade nicht unumstritten – im Jahr 2009, als die Parade das letzte Mal in Riga stattfand, haben sich in einer Umfrage 70 Prozent der Bevölkerung gegen die „Baltic Pride“ ausgesprochen.

Die Stadtverwaltung hatte damals die erteilte Genehmigung wieder zurückgezogen, die Parade konnte nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts aber doch ohne größere Zwischenfälle stattfinden.

Fast das gleiche Spiel wiederholte sich ein Jahr später in der litauischen Hauptstadt Vilnius: Dort untersagte zunächst das örtliche Verwaltungsgericht die Parade, am Tag vor der Veranstaltung wurde das Urteil vom Obersten Verwaltungsgerichtshof Litauens aufgehoben. Die etwa 500 Teilnehmer trafen auf etwa 2.000 Gegendemonstranten, die von 1.000 Polizisten in Schach gehalten wurden. Als die Gegendemonstranten begannen, mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern zu werfen, setzte die Polizei Tränengas ein. 19 Demonstranten wurden festgenommen.

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