Zog ‚Porno-Killer‘ Magnotta eine Blutspur durch die USA?

Mit Hochdruck arbeiten die Behörden daran, weitere mögliche Taten des „Porno-Killers“ Luka Magnotta aufzuklären. Er wird nun verdächtigt, zwei weitere Morde, in Los Angeles und Miami, begangen zu haben.

So wurden im Jänner nahe dem berühmten „Hollywood“-Schriftzug Körperteile einer männlichen Leiche gefunden. Bei dem Opfer handelte es sich um Hervery Medellin, einen 66-jährigen Schwulen. Ein Hund hat am 17. Jänner den Kopf von Medellin in einem Plastiksack gefunden, bei einer zweitägigen Suche konnten auch Hände und Füße gefunden werden.

Nach den bisherigen Ermittlungen sei Magnotta zur Tatzeit an der US-Westküste gewesen, bestätigt Ian Lafrenière, der Polizeisprecher von Montréal. Recherchen des „New York Observer“ zufolge dürfte er in Los Angeles als Escort gearbeitet haben.

In Miami könnte Magnotta in den ungeklärten Mord von Omar Laparra verwickelt sein. Körperteile des 21-Jährigen wurden im Jahr 2009 in der Biscane-Bucht gefunden, säuberlich in Plastiksäcken verpackt. Kanadischen Presseberichten hat ein „luka-magnotta“ zu dieser Zeit auf einer Webseite angegeben, in Miami zu sein. „Warum sollten wir uns das nicht näher anschauen? Jede Behörde mit einem ähnlichen Fall würde sich das auch ansehen, erklärte Confesor Gonzales von der Polizei von Miami. Er warf aber ein, dass das Muster des Mordes in Miami nicht dem seiner Tat in Montréal gleicht. Außerdem sei Laparra nicht schwul gewesen, so der Polizeisprecher weiter.

Magnotta wurde letzten Montag in Berlin festgenommen. Er wird dringend verdächtigt, den 33-jährigen chinesischen Studenten Jun Lin mit einem Eispickel getötet zu haben. Anschließend soll er sich an der Leiche vergangen und sie zerstückelt haben. Das Video mit der Tat stellte er ins Internet. Einzelne Körperteile seines Opfers schickte er an die Zentralen kanadischer Parteien und Schulen. Magnotta könnte bis Ende Juni von den deutschen Behörden nach Kanada ausgeliefert werden.