New York feiert ein Jahr Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule

Genau heute vor einem Jahr hat der US-Bundesstaat New York die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet. Dieses Jubiläum wird diese Woche ausgiebig gefeiert. New York war der 6. US-Bundesstaat, in dem Homosexuelle ihren gleichgeschlechtlichen Partner heiraten können.

Alleine am ersten Tag haben sich 659 gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort gegeben. Wieviele ihnen in den letzten sechs Monaten gefolgt sind, ist nicht ganz klar: New York verlangt bei den Ehe-Dokumenten überhaupt keine Angabe des Geschlechts mehr. Ohne New York City dürften es um die 3.500 Paare gewesen sein.

Schwule und lesbische Hochzeitspaare sind in dem Bundesstaat zwischen Niagara-Fällen und Manhattan auch zum Wirtschaftsfaktor geworden. Hochzeiptsplaner bestätigen, mehr zu tun zu haben, auch wenn der große Boom durch die Wirtschaftskrise auch hier ausgeblieben ist.

Zuvor hatten Experten vorgerechnet, dass die Öffnung der Ehe dem Bundesstaat einen Umsatz von bis zu 311 Millionen US-Dollar in den ersten drei Jahren bringen könnte. Diese Erwartungen wurden enttäuscht: In schwierigen Zeiten legen auch homosexuelle Paare mehr Wert auf die Hochzeitsurkunde statt auf eine siebenstöckige Hochzeitstorte.

Dass die Ehe in New York geöffnet wurde, war lange keine Selbstverständlich. Erst nach wochenlangen Interventionen des Demokratischen Gouverneurs Andrew Cuomo hat der Senat schließlich dem Gesetz am 24. Juni 2011 zugestimmt. Genau ein Monat später trat es in Kraft.

Und die Ehe-Öffnung dürfte auch bestehen bleiben: Erst vor einigen Wochen hat ein Gericht die Klage einer evangelikalen Gruppe zurückgewiesen, die behauptet hatte, das entsprechende Gesetz wäre illegal zustande gekommen.