Auch Lesben und Großeltern gehören für Minimundus jetzt zur Familie

Ab sofort sind auch gleichgeschlechtliche Paare in der Kärntner Touristenattraktion Minimundus eine Familie. Das ist das Ergebnis von Gesprächen, die die Geschäftsführung mit Lesben- und Schwulenverbänden geführt hat.

Für dieses Jahr gilt das Familienticket in Minimundus nicht nur für „Vater, Mutter und eigene Kinder“ wie bisher, sondern auch für Lebensgemeinschaften oder Alleinerziehende und deren Kinder und Pflegekinder bis zum 15. Geburtstag, sowie deren Tageseltern und Großeltern mit ihren Enkelkindern.

Für die Zukunft bemüht sich Minimundus, ein Preismodell zu finden, „in dem sich alle Personen und Lebensgemeinschaften wieder finden, jedoch mit Verwendung von neutralen Begriffen“. Der Begriff „Familienkarte“ bleibt erhalten.

Minimundus war in die Kritik geraten, nachdem einem lesbisches Paar mit eigenen Kindern an der Kassa eine Familienkarte verwehrt wurde. Daraufhin lud die Geschäftsführung Vertreter von Familien Andersrum Österreich (FAmOs), Grüne Andersrum Kärnten, Femme Goes Queer und HOSI Salzburg zu einem gemeinsamen Gespräch ein, das auch durch die Gleichbehandlungsanwaltschaften Klagenfurt und Wien begleitet wurde.

In einer gemeinsamen Presseaussendung bedankt sich Minimundus bei den Organisationen für die gute Zusammenarbeit und die Übergabe einer Regenbogenfahne.