Kollegen und Freunde trauern um Dirk Bach

Noch immer ist die Todesursache des Komikers Dirk Bach ungeklärt. Der 51-Jährige starb gestern völlig unerwartet in Berlin.

Allerdings gehen Mediziner von einem natürlichen Tod aus. Erste Ermittlungen der Polizei ergaben nach Informationen der „Bild“-Zeitung keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Auch Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden.

Allerdings hatte Dirk Bach – auch wegen seines Übergewichts – Herzprobleme: Bereits 2007 musste er wegen einer ernsthaften Erkrankung alle Termine absagen.

Trotzdem überraschte die Todesnachricht alle seine Freunde. WDR-Talkmaster Jürgen Domian, der während seiner Sendung vom Tod des Komikers erfuhr: „Dirk ging’s gut. Er hatte einen Urlaub hinter sich, sogar ein bisschen abgespeckt und hatte sich gut erholt“, erzählt er seinen Hörern. „Er ist ärztlich auch noch durchgecheckt worden vor Kurzem.“ Domian sprach Bachs Familie und seinem Ehemann sein tiefes Mitgefühl aus.

Und auch sonst sind Freunde und Kollegen erschüttert. „Er hatte mit mir immer mal wieder über seine Herzbeschwerden gesprochen. Deswegen war er wohl auch öfter im Krankenhaus“, erinnert sich auch Sänger und Freund Ross Anthony. Er hat zu Ehren von Dirk Bach heute im Sat.1 Frühstücksfernsehen Robbie Williams’ „Angel“ gesungen.

„Ich möchte dazu nichts sagen, würde sonst heulend zusammenbrechen“, so Ralph Morgenstern. Er war gemeinsam mit Bach in der „Geierwally“-Inszenierung von Walter Bockmayer aufgetreten. Für beide war die schrille Komödie im Jahr 1984 der Beginn ihrer Karriere. „Das Stück war ein Jux, ein Spaß für dieses Trio. Es sollte nur eine Woche laufen, schließlich wurden es 330 Vorstellungen“, erinnert sich Bockmayer in der „Bild“.

Der Tod von Dirk Bach wird auch den deutschen Fernsehpreis überschatten. Die Veranstaltung, die heute stattfindet und am Donnerstag gesendet wird, werde ihm gedenken, bestätigte eine Sprecherin. In welcher Form sei noch unklar. Bach hatte die Verleihung selbst einmal moderiert.