Stecken hohe Kirchenfunktionäre hinter ‚kreuz.net‘?

In Erklärungsnot kommt die deutsche Bischofskonferenz in der Causa „kreuz.net“. Denn entgegen ihrer Beteuerungen sollen sehr wohl höchste Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche an der Hetzseite mitarbeiten.

So liegen der Aktion „Stoppt kreuz.net“, die vom Bruno Gmünder Verlag initiiert wurde, mittlerweile zahlreiche Informationen vor, „die starke Hinweise darauf enthalten, dass ‚kreuz.net‘ tatsächlich von Personen aus dem kirchlichen Dienst betrieben werden soll. Darunter sogar auch solche aus höchsten Kirchenkreisen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Noch höher soll die Zahl von Informanten an „kreuz.net“ sein, die für die Kirche arbeiten. Weitere Kirchenmitarbeiter sollen für die Seite Artikel schreiben oder deren Veröffentlichung auf der Hetzseite bereitwillig oder unwidersprochen zulassen.

Bis jetzt hat die deutsche Bischofskonfernz immer behauptet, dass keine kirchlichen Mitarbeiter an „kreuz.net“ beteiligt seien. „Vor diesem Hintergrund entsteht der Verdacht, dass man sich bewusst auf beschwichtigende Lippenbekenntnisse beschränkt. Dadurch wird ein erfolgversprechendes Vorgehen gegen die Hass-Seite torpediert.“, so „Stoppt kreuz.net“. Auch ein Brief des Bruno Gmünder Verlags an die Bischofskonferenz, in dem diese zu einer solidarischen Zusammenarbeit eingeladen wird, ist bis jetzt unbeantwortet geblieben.

Unterdessen ist die Summe für Hinweise, die zu einer strafrechtlichen Verfolgung der Macher von „kreuz.net“ führen, auf über 22.000 Euro angestiegen. „Stoppt kreuz.net“ hat derzeit mehr als 2.000 aktive Unterstützer und einen weit größeren Sympathisantenkreis.