Königin Beatrix dankt ab

Die niederländische Königin Beatrix hat heute angekündigt, am 30. April 2013 abdanken zu wollen. Sie hat den Thron am 30. April 1980 bestiegen, ihr folgt ihr ältester Sohn Willem-Alexander nach. Mit dem Generationenwechsel wird der niederländische Hof wohl auch noch ein bisschen lesben- und schwulenfreundlicher.

Vorreiterrolle bei Homo-Rechten unter Beatrix’ Regentschaft

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die 1938 geborene Monarchin mit der Vorreiterrolle ihres Königreiches bei den Lesben- und Schwulenrechten nicht immer ganz glücklich war, diese unterm Strich aber trotzdem unterstützte. Dafür musste sie auch immer wieder Kritik einstecken, zum Beispiel von der konserativ-protestantischen Partei SGP, die die Königin für ihre Unterstützung angriff.

Unter ihrer Regentschaft wurde in den Niederlanden im Jahr 1983 ein Gleichbehandlungsgesetz verabschiedet, das auch die Diskriminierung von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen ahndete. Weiters wurde 1998 die Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule eingeführt, am 1. April 2011 wurde auch die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet – als erstes Land der Welt.

Prinzessin Máxima noch progressiver bei Lesben- und Schwulenrechten

Mit der Regentschaft von Willem-Alexander wird der niederländische Hof nun noch ein bisschen lesben- und schwulenfreundlich: Seine Frau, Prinzessin Máxima, gilt als eine der wenigen Mitglieder eines Königshauses, das sich für die volle Gleichberechtigung von Homosexuellen einsetzt. Am 5. März 2008 hat sie – erstmals für ein Mitglied einer königlichen Familie – an einer Konferenz über die Rechte von Lesben und Schwulen teilgenommen. Dabei hat sie auch eine Erklärung unterschrieben, die die volle Gleichstellung von Lesben und Schwulen in den Niederlanden fordert. „Die Prinzessin befürwortet die gleichen Rechte aller Gruppen in den Niederlanden“, so ihr Sprecher damals. Als Gattin des neuen Königs wird ihr Wort zukünftig noch mehr Gewicht haben.

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