‚Project Homophobia‘ bei Filmfestival in Cannes

Eines der engagiertesten schwul-lesbischen Filmprojekte des Jahres schafft es auf die ganz große Leinwand: Der Kurzfilm „Homophobia“ des Regisseurs Gregor Schmidinger wird im Rahmen des Short Film Corner bei den Filmfestspielen im französischen Cannes gezeigt.

Der Film, der letzten Mai in Wien seine Weltpremiere feierte, erzählt die Geschichte von Michael, einem jungen Soldaten im österreichischen Bundesheer, der sich in seinen Kameraden Raphael verliebt. Er kommt mit diesen Gefühlen nicht zurecht, der Konflikt spitzt sich zu: Es ist ihre letzte Nacht an der burgenländischen Grenze, sozial isoliert und mit geladenen Waffen.

Erfolgsreise für Kurzfilm geht weiter

Es ist nicht die erste Auszeichnung, die Schmidinger für seinen engagierten Kurzfilm erhält. So wurde er unter anderem bei der Diagonale, dem größten Festival des österreichischen Films, in die offizielle Selektion 2012 aufgenommen,

Der Idee für den Film kam Schmidinger nach dem Selbstmord von Jamey Rodemeyer. Der junge Mann hatte noch ein Video für die US-Kampagne „It Gets Better“ aufgenommen, bevor er einige Monate später Selbstmord begangen hat, da er mit dem Mobbing nicht mehr fertig wurde.

Finanziert wurde „Project Homophobia“ zu einem großen Teil mit einer Crowd-Sourcing-Kampagne von der schwul-lesbischen Community. Ein weiterer Teil der Finanzierung kam durch den „Queeren Kleinprojektetopf“ der Stadt Wien.