1. FC Kaiserslautern stellt sich hinter homophobe Äußerungen ihres Kapitäns

Für Schlagzeilen hat der Kapitän des 1. FC Kaiserslautern (FCK), Mohamadou Idrissou, gesorgt: Er hat am Wochenende behauptet, der Schiedsrichter hätte ein Problem mit ihm gehabt, weil er keine „schwule Körpersprache“ habe. Nun ermittelt der Deutsche Fußballbund (DFB) gegen den Spieler, der Verein stellt sich hinter ihn.

‚Schiedsrichter mochte meine Männer-Körpersprache nicht‘

In einem Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky nach dem Zweitliga-Spiel gegen Energie Cottbus sagte Idrissou über Schiedsrichter Wolfgang Stark: „Er sagt, ihm gefällt meine Körpersprache nicht. Ich habe eine Männer-Körpersprache. Ich bin nicht schwul und werde auch kein Schwuler sein. Das ist sein Problem.“ Idrissou hatte in Cottbus bereits in der 9. Minute wegen Meckerns die Gelbe Karte gesehen. „Ich werde provoziert und beleidigt. Aber immer nur werde ich bestraft“, jammert der 33-Jährige.

Nun hat der DFB wegen der mutmaßlich homophonen Aussagen ein Ermittlungsverfahren gegen Idrissou eingeleitet. Er hat den Kapitän der Kaiserslauterer zu einer „zeitnahen Stellungnahme“ zu seinen Aussagen aufgefordert.

Verein versteht die Aufregung nicht

Der Verein stellt sich hingegen hinter Idrissou. Die Aufregung sei übertrieben, glaubt man: „Direkt nach Abpfiff, wenn die Spieler noch voller Emotionen und Adrenalin stehen, wollen alle möglichst authentische Aussagen bekommen und beschweren sich ein ums andere Mal darüber, dass die ‚echten Kerle‘, ‚Typen’und ‚handfesten O-Töne‘ fehlen würden. Fußball wird immer künstlicher, synthetischer und weniger menschlich“, geht der FCK in die Offensive.