Auch Minnesota vor Ehe-Öffnung

Minnesota könnte der 12. US-Bundesstaat sein, der die Ehe für Lesben und Schwule öffnet: In der Nacht hat das Repräsentantenhaus des Bundesstaates ein entsprechendes Gesetz mit 75 zu 59 Stimmen verabschiedet. Stimmt nun auch noch der Senat für die Ehe-Öffnung, ist Minnesota der erste Bundesstaat im mittleren Westen der USA, der die Ehe für Lesben und Schwule durch eine Gesetzesänderung öffnet.

Einzelne Demokraten dagegen, Republikaner dafür

Mehr als drei Stunden dauerte die Debatte über das Gesetz. Und die Meinung war gespalten: Zwar stimmten zwei der 73 Abgeordneten der Demokraten gegen ihren eigenen Gesetzesentwurf, dieser wurde allerdings von vier der 61 Republikaner unterstützt.

Eingebracht wurde der Gesetzesentwurf von der offen lesbischen Abgeordneten Karen Clark. „Meine Familie hat aus nächster Nähe gesehen, dass gleichgeschlechtliche Paare in Minnesota unsere Steuern zahlen, wählen, im Militär dienen, sich um unsere Kinder und Senioren kümmern und Firmen betreiben“, sagte sie während eines öffentlichen Hearings. „Gleichgeschlechtliche Paare sollten vom Gesetz fair behandelt werden, inklusive der Freiheit, zu heiraten, wen wir lieben.“

Vorreiter im konservativen Mittelwesten der USA

Wenn auch der Senat am Montag für das Gesetz stimmt, wäre Minnesota der erste Bundesstaat im konservativen Mittelwesten der USA, der die Ehe durch das Parlament öffnet. In Iowa bekamen schwule und lesbische Paare durch eine Gerichtsentscheidung das Recht zu heiraten.

Derzeit erlebt die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare einen regelrechten Boom: In den letzten Tagen haben auch Delaware und Rhode Island entsprechende Gesetze beschlossen.