Schröcksnadel ‚bagatellisiert staatliche Diskriminierung Homosexueller‘

Kritik an einem Interview von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel kommt vom Verein „SOS Mitmensch“. Er verbreite Homophobie anstatt sich gegen Diskriminierung zu stellen, heißt es von dem Verein.

Im „Standard“ hat Schröcksnadel unter anderem die international umstrittenen Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ indirekt gutgeheißen. Homosexualität sei nicht verboten, sondern nur „offensiv dafür zu werben“, wiederholte der ÖSV-Präsident die Argumentationslinie des Kreml. Und er fügte hinzu, es sei ihm „lieber, es wird für Familien geworben, als es wird für Homosexualität geworben“.

Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, kann dazu nur den Kopf schütteln. „Der Präsident des Skiverbands bagatellisiert nicht nur die staatliche Diskriminierung Homosexueller in Russland, er bedient auch selbst homophobe Ressentiments. Weder stehen Homosexualität und Familie im Widerspruch zueinander, wie er behauptet, noch müsse man sich vor ‚Werbung für Homosexualität‘ fürchten, was auch immer Schröcksnadel darunter versteht“, so Pollak.

SOS Mitmensch fordert vom ÖSV eine klare Distanzierung von Homophobie. Die Sportwelt solle „Vorbild in Sachen
Diskriminierungsfreiheit sein, nicht Nachzüglerin“, betont Pollak weiter.