New York: Hass-Verbrechen gegen schwulen Journalisten

In New York wurde ein schwuler Journalist Opfer eines Hass-Verbrechens. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der 46-jährige Randy Gener, ein Amerikaner mit philippinischen Vorfahren, bereits am 17. Jänner zusammengeschlagen worden.

Er wurde bewusstlos an der Ecke 54. Straße/7th Avenue, nur einen Block von seiner eigenen Wohnung entfernt, gefunden. Gener lag dort in seinem eigenen Blut. Er wurde ins St. Luke Hospital eingeliefert, wo er am Gehirn operiert werden musste. Sein Zustand ist nach Informationen von ABC News ernst, aber stabil.

Die Details des Überfalls sind noch nicht bekannt. Gener „kann die Fragen nicht beantworten, was in dieser Nacht passiert ist“, erklärt seine Schwester Jessica Blair Driessler. „Er weiß nicht immer genau, wer wir sind, oder wo er ist, und es tut wirklich weh, ihn hier so zu sehen, weil er sich immer sehr präzise ausdrücken konnte“, so die Schwester weiter zu ABC News.

Gener war in der Theaterszene von New York bekannt: Er schrieb unter anderem für die New York Times, The Village Voice, Time Out New York und andere Medien. Mit seinen Berichten vom Broadway hat er auch einige Preise gewonnen.

Schnell wurde den ermittelnden Behörden klar, dass Gener nicht das Opfer eines Raubüberfalles wurde. Denn seine Geldbörse wurde bei dem brutalen Angriff nicht gestohlen. Um ihn zu unterstützen, gab es am Wochenende eine Mahnwache. „Wir, als New Yorker, fordern ein Ende von Hassgewalt in unserer Stadt. Als LGBTQ-Bürger, amerikanische Filipinos, Farbige und ihre Verbündeten wollen wir uns auf unseren Straßen wieder sicher fühlen“, so die Organisatoren auf Facebook. Um die Kosten der medizinischen Behandlung zu bezahlen, wurde ebenfalls eine Aktion im Internet gestartet.

Der Überfall auf Randy Gener ist das bislang letzte Gewaltverbrechen, das New Yorker Lesben und Schwule beunruhigt. Die Zahl solcher Straftaten hat sich von 2012 auf 2013 verdoppelt. Im Mai 2013 wurde beispielsweise der 32-jährige Mark Carson im West Village mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Sein Mörder, Elliot Morales, konnte nicht weit vom Tatort entfernt gefunden werden. Er gestand, vor der Tat bereits weitere schwulenfeindliche Verbrechen begangen zu haben.