Transgender in Istanbul bei Überfall getötet

In der türkischen Metropole Istanbul ist in der Nacht auf Dienstag eine Transgender-Frau bei einem Angriff ums Leben gekommen. Das berichten Medien und Menschenrechtsgruppen.

Die 25-jährige und ihre 45-jährige Begleiterin, ebenfalls eine Transgender-Frau, wurden von zwei Unbekannten angegriffen. Die junge Frau starb noch vor Ort. Ihre Freundin wurde verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Beobachter gehen von einem transphoben Hintergrund der Tat aus.

Die Polizei fahndet nach den beiden Angreifern. Lesben-, Schwulen- und Transgender-Organisationen riefen nach dem Angriff zu Protesten auf.

Die Türkei gehört zu den wenigen Ländern der Region, in denen Homosexualität gesetzlich nicht verboten ist. In der mehrheitliche muslimischen Bevölkerung werden Lesben, Schwule und Transgender, die ihre sexuelle Orientierung offen leben, aber oft geächtet.

Immer wieder kommt es zu Angriffen, auch Übergriffe von Behörden gegen Organisationen, die sich für die Rechte von Homosexuellen und Transgendern einsetzen, sind keine Seltenheit.