Entschärft Uganda das ‚Anti-Homo-Gesetz‘?

Das „Anti-Homo-Gesetz“ in Uganda, das wegen Verfahrensfehlern aufgehoben wurde, wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder beschlossen werden. Die neue Version könnte aber erheblich abgemildert sein, hört man von Parlamentariern.

So soll Präsident Yoweri Museveni versuchen, das international umstrittene Gesetz zu entschärfen. „Wir haben uns auf eine neue Version geeinigt, die unsere Freunde im Westen nicht verletzt aber auch die Bevölkerung von Uganda schützt“, erklärt der Abgeordnete Medard Bitekyerezo. Er betont: Museveni wolle an dem Gesetz festhalten. „Aber jetzt sagt er: Wenn zwei Erwachsene in ihr Zimmer geben und sich entscheiden, eine Dummheit zu machen, sollen sie das tun.“

„Was er sagt, dass er es nicht möchte, und da müssen wir die Strafen sogar erhöhen, ist die Rekrutierung von Kindern und Ausbeutung von finanziell verwundbaren Jugendlichen“, so Bitekyerezo weiter.

In der ursprünglichen Version sah das „Anti-Homo-Gesetz“ von Uganda teils lebenslange Strafen für homosexuellen Sex vor. Weitere afrikanische Länder überlegen ähnliche Gesetze. Nach Inkrafttreten haben einige Staaten und die Weltbank auch ihre Entwicklungshilfe gekürzt.