Deutsche Rechts-Politikerin stänkert gegen Konzert von Conchita Wurst

Am 8. Oktober soll Conchita Wurst im Brüsseler Europaviertel singen – vor Abgeordneten und allen, die ihre Visionen einer offenen Gesellschaft teilen. Eine, die wohl nicht dazu gehört, ist Beatrix von Storch. Die Europaabgeordnete der rechtskonservativen „Alternative für Deutschland“ (AfD) kritisiert den Auftritt scharf.

Denn so würden die Europaparlamentarier ihre Aufmerksamkeit nicht auf die Gräueltaten im Irak und in Syrien richten könnten. Geht es nach von Storch, wäre das wichtiger als sich „laufend um unsere vielfältige Sexualität zu drehen“.

„Die Mittel und die Energie des Parlamentes werden mit Auftritten wie denen dieser sich selbst ja so bezeichnenden Wurst verschwendet“, ärgert sich Beatrix von Storch über das Konzert. Und die AfD-Politikerin macht klar: „Den Auftritt von Thomas Neuwirth vor dem Europäischen Parlament halte ich bestenfalls für überflüssig.“ Dass sie den Namen der Kunstfigur, in der Neuwirth den Song Contest gewonnen hat, nicht über die Lippen gebracht hat, hat bei konservativen Parteien Tradition. Auch der damalige ÖVP-Chef Michael Spindelegger gratulierte nicht Conchita Wurst, sondern Thomas Neuwirth zum Gewinn des Song Contests.

Der Künstlerin selbst wird die Kritik der AfD-Abgeordneten herzlich egal sein. Sie freut sich schon auf ihr einstündiges Konzert, das am 8. Oktober an der Esplanade Solidarnosc stattfindet. Eingeladen wurde sie dafür von sämtlichen wichtigen Fraktionen: Der Europäischen Volkspartei, den Sozialdemokraten, den Liberalen, den Linken und den Grünen.