Texas: Wegen Anti-Homo-Gesetzen kein Hotel für Ugandas Präsident

Protest gegen die schwulenfeindlichen Gesetze in Uganda kommt von ungewohnter Stelle: In Texas findet der ugandische Präsident Yoweri Museveni kein Zimmer für einen geplanten Besuch.

Eigentlich wollte Museveni die kommenden Tage in Irving, einer Stadt in dem US-Bundesstaat, verbringen. Dort wollte er sich mit Investoren treffen, die ihr Geld in Uganda anlegen wollen. Doch nun gibt es ein gewisses Problem mit der Unterbringung des Staatschefs.

Ursprünglich hätte er im lokalen „Four Seasons“ absteigen sollen. Doch nach einem Artikel in dem LGBT-Blog „Dallas Voice“, in dem die Menschenrechtsverletzungen an Lesben und Schwulen in Uganda thematisiert wurden, hat das Hotel die Buchung kurzfristig storniert.

Als Alternative hat sich die Entourage ironischerweise da „Gaylord Texan Resort“ ausgesucht, das zur Marriott-Gruppe gehört. Doch auch hier hat ein Sprecher bereits klar gemacht, dass man nicht gedenke, den Präsidenten von Uganda zu beherbergen. „Sie haben wegen eines Aufenthaltes angefragt, aber wir sind nicht in der Lage sie unterzubringen – wegen der Kurzfristigkeit und der Wünsche, die sie hatten“, erkärte Martha Neibling, Marketingleiterin des Hotels.

Der Rest der Delegation erhielt die Anweisung, im „Las Corinnas“-Hotel abzusteigen. Ob es mit einem Zimmerpreis von 110 Dollar auch den Anforderungen von Präsident Yoweri Museveni entspricht, darf aber bezweifelt werden.

Die Investorenkonferenz wird von der US-Botschaft in Uganda und Ugandern, die in Texas leben, veranstaltet. Museveni und seine Frau Jane wurden eingeladen, um „Wirtschaftstreibende und Investoren aus Dallas und Fort Worth, die an Investitionsmöglichkeiten und den wirtschaftlichen Schwerpunkten in Uganda interessiert sind“ zu treffen. Schwul-lesbische Gruppen haben bereits Demonstrationen gegen den Besuch von Museveni angekündigt.