Orgien-Priester spielte mit Escort Judas‘ Verrat an Jesus nach

Für Aufregung sorgte der Fall eines katholischen Priesters aus Süditalien, der schwule Sexorgien gefeiert haben soll und diese auf Video aufgezeichnet und mit Mitbrüdern geteilt hat. Nun bekommt der Fall eine weitere Wendung: Denn Hochwürden stand auf ein sehr geistliches Rollenspiel.

Das berichtet der „Corriere del Mezzogiorno“, der bereits als erste Zeitung über die Sex-Orgien berichtet hat. In diese waren angeblich auch weitere Geistliche und auch ein Mitglied der Schweizergarde involviert.

Nun zitiert das Blatt einen 32-jährigen Callboy, der dem Geistlichen zu Diensten war. Er musste mit dem 50-jährigen Karmeliterpater den Verrat Judas an Jesus nachspielen.

So nahm der Priester selbst die Rolle von Jesus Christus ein. Der männliche Prostituierte musste sich ausziehen und als Judas Iscariot den Verrat an Jesus nachstellen – und zwar so pornografisch wie möglich.

Der Bibel zufolge führte Judas die jüdische Tempelwache und römische Soldaten zu Jesu Aufenthaltsort im Garten Getsemani und identifizierte ihn für sie durch einen Kuss. Diese Szene nachzuspielen erregte den Geistlichen, gibt der Callboy zu Protokoll.

Kennengelernt hat der Priester den Callboy übrigens bei der Beichte. Eigentlich wollte er nur Ablass für seine Sünden – doch das Interesse von Hochwürden war offenbar anders als gedacht. „Er sagte mir, dass er meine freizügigen Bilder kennen würde und ihn diese erregen“, so der Escort. Und er erklärt weiter: „Er hat nicht verheimlicht, dass er auf Männer, vor allem junge Männer, stand und machte mir recht eindeutig klar, dass er in der Lage sei, ein angenehmes Leben zu spendieren.“

Der Priester wurde mittlerweile des Amtes enthoben. „Der fragliche Priester, der nicht Teil des Klerus von Taranto, sondern eines Ordens, ist, wurde von Erzbischof Filippo Santoro seiner pastoralen Pflichten entbunden, nachdem die Tatsachen bestätigt werden konnten“, heißt es in einer Pressemitteilung der zuständigen Erzdiözese Taranto.