AfD möchte keine Ampelpärchen in Deutschland

Eine Wiener Idee bereitet sich aus: Nach österreichischen Städten wie Graz und Salzburg möchten auch deutsche Kommunen – zumindest rund um die CSD-Saison – Ampelpärchen aufstellen lassen. Diese Fußgängerampeln zeigen schwule, lesbische und heterosexuelle Paare. Nun protestiert die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ (AfD) gegen entsprechende Pläne in unserem Nachbarland.

So wehrt sich die AfD in Hamburg gegen die Pläne der Grünen Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank, solche Ampelpärchen auch in der Hansestadt zu installieren. In einem Antrag der Fraktion in der Bürgerschaft heißt es, der Straßenverkehr dürfe „kein Spielfeld für Gender-Ideologen“ werden. Die Ampelpärchen seien sogar eine Gefahr für die Verkehrssicherheit, „wenn durch Bilder Assoziationsketten geschaffen werden“, so die Rechtspopulisten.

Im Kampf gegen Händchenhaltende Männer und Frauen vergisst die Hamburger AfD sogar ihre Vorbehalte gegen Muslime. Sie sorgt sich um diese, da sie sich durch die Ampeln „beleidigt fühlen beziehungsweise eigene Piktogramme fordern“ könnten.

Die Berliner AfD twitterte, sie fordere „mehr Unterstützung und Respekt für Familien, anstatt ideologisch motivierte Umerziehungspropaganda auf Straßenverkehrsanlagen“. Und in Nordrhein-Westfalen ist die Partei der Meinung: „Mangelnde Toleranz gegenüber Homosexuellen ist zu bekämpfen, leider lässt sich diese jedoch nirgendwo feststellen. Im Gegenteil wird hier Lobby-Arbeit zu Gunsten einer Minderheit und zum Nachteil der Gesamtbevölkerung betrieben.“