‚Gawker‘ outet Medienmanager – Artikel führt zu Eklat

Für große Aufregung hat ein Artikel des US-Klatschmagazins „Gawker“ gesorgt: Darin wurde behauptet, dass ein verheirateter Medienmanager 2.500 Dollar für eine Nacht mit einem schwulen Pornostar ausgeben wollte. Nun wurden zwei der Chefredakteure entlassen, der Artikel gelöscht.

So soll David Geithner, Finanzvorstand bei Conde Nast und verheirateter Vater von drei Kindern, dem Erotik-Darsteller, dessen Name nicht genannt wurde, für ein Treffen in Chicago 2.500 Dollar geboten haben. Letztendlich wurde man sich aber nicht einig, und das Treffen fand nicht statt.

Dafür kamen mutmaßliche Details der Vorbereitungen in die Hände des Klatschportals „Gawker“ – und sorgten für große Aufregung. Geithner wies alle Behauptungen als unwahr zurück, und Anzeigenkunden drohten, Inserate im sechsstelligen Bereich zu stornieren.

Das Management entschied sich, den Artikel vom Netz zu nehmen – was dazu führte, dass die Chefredakteure Tommy Craggs und Max Read ihre Funktionen unter Protest zurücklegten. „Dass nicht-journalistischen Managern in der Entscheidung, den Artikel zu entfernen, eine Stimme gegeben wurde, ist ein inakzeptabler Bruch der Trennung von Redaktion und Werbung, und macht aus dem Leitspruch des ‚Gawker‘, die weltgrößte unabhängige Medienfirma zu sein, einen Witz“, ärgert sich Read in einer Stellungnahme.