[Video] Was passiert, wenn ein schwules Paar in eine homophobe Herberge will?

Was passiert, wenn Menschen auf der Straße mit Homosexualität konfrontiert werden? Diese Frage stellen sich immer wieder engagierte YouTuber. In einigen Städten wie Kiew oder Moskau ging dieses Experiment schief: Die Homophobie der Passanten wurde offensichtlich.

Was passiert aber in Westeuropa, wenn ein schwules Paar Passanten nach dem Weg zu einer Jugendherberge fragt, die offenbar ein Problem mit Homosexuellen hat? Das wollte die spanische Organisation FELGBT wissen – und schickte ein amerikanisches Paar in die Straßen von Madrid. Ob man den Zettel der Jugendherberge übersetzen könne, wollen sie wissen.

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Und das machen die Passanten auch – doch als sie bemerken, dass der Text, den sie dem schwulen Pärchen übersetzen sollen, homophob ist, fangen sie an zu stocken. Es ist ihnen sichtlich unangenehm, dass die beiden Männer in eine Jugendherberge gehen sollen, in der sie offenbar nicht erwünscht sind.

Einige Passanten gehen sogar einen Schritt weiter: Sie raten der Polizei, eine neue Unterkunft zu suchen – oder gleich zur Polizei zu gehen, damit diese die Jugendherberge schließen kann.

Mit diesem Ergebnis hat FELGBT ihr Ziel erreicht: Homophobie hat auch unter den Passanten von Madrid offenbar keinen Platz.

Das Video ist Teil einer Kampagne, die Bürger ermutigen möchte, bei Homophobie nicht wegzuschauen, sondern aktiv zu bekämpfen: Durch Gegenrede, Melden und ein Kümmern um die Opfer. Für den Kampf in den sozialen Medien schlägt FELGBT die Hashtags #ConLaVozBienAlta und #SpeakUpLoud vor.