Will & Grace kommen zurück!

NBC bestätigt: Nächstes Jahr wird es zehn neue Folgen mit dem Kult-Duo und ihren besten Freunden geben

Nun ist es offiziell: Will & Grace kommen zurück. Das hat das US-Network NBC nun mit einem kurzen Trailer bestätigt. Geplant sind zehn Folgen, die in der Saison 2017/18 in den USA ausgestrahlt werden sollen.

Die neunte Staffel, die mehr als zehn Jahre nach der bisher letzten Folge ausgestrahlt wurd, umfasst zehn Folgen. Mit dabei sind alle Stars der Serie. So haben Debra Messing als chaotische Innenarchitektin Grace, Eric McCormack als schwuler Anwalt Will, Sean Hayes als egozentrischer Schauspieler Jack und Megan Mullally  als Karen, das Luxusweibchen mit Alkoholproblem, zugesagt. Auch hinter der Kamera sind altbekannte Namen am Werk: Produzent und Regisseur der neuen Folgen wird James Burrows sein, der schon die bisherigen Folgen verantwortete. Showrunner sind die Serienschöpfer Max Mutchnick und David Kohan.

Internet-Special für Hillary Clinton war ein Testballon für neue Folgen

Gerüchte über eine Wiederkehr der beliebten Serie gab es bereits seit Monaten. Grund für die Spekulationen war ein Sketch der „Will & Grace“-Crew, mit dem sie Wahlwerbung für Hillary Clinton gemacht haben. Der Sketch wurde im Internet fast sieben Millionen Mal angesehen.

Danach äußerten sich einige Darsteller zuversichtlich über neue Folgen der Kult-Serie. Megan Mullally erklärte im Dezember, es gebe „gute Chancen“ auf eine Neuaulage der Serie. Auch Eric McCormack bestätigte entsprechende Gespräche. Kurz darauf erklärte der Schauspieler Leslie Jordan, das Comeback sei fix und es gebe bereits Drehtermine. Doch über Twitter dämpfte Debra Messing kurz darauf die Hoffnungen: Nein, es sei noch kein Vertrag unterzeichnet worden und es gebe auch noch keine Drehbücher, so die Schauspielerin.

Medienberichten zufolge war der Wahl-Sketch offenbar ein Testballon für ein Remake von „Will & Grace“. Und nach dem Sieg von Donald Trump scheint der Zeitpunkt dafür perfekt. Denn in der Show sei immer auf aktuelle politische Ereignisse eingegangen worden, so Mullally.

Für mehr als 230 Preise nominiert

Die acht Staffeln, die zwischen 1998 und 2006 gedreht wurden, umfassen insgesamt 194 Folgen. Sie wurden für mehr als 230 Preise nominiert, darunter 83 Emmy Awards und 27 Golden Globes. Sie haben im Laufe der Jahre unter anderem 16 Emmys gewonnen. Hayes und Mullally halten mit je drei Screen Actors Guild Awards zudem den Rekord für die am öftesten prämierten Schauspieler.

„Will & Grace“ gilt als erste Unterhaltungsserie, in der offen homosexuelle Hauptfiguren vorkommen – auch, wenn die Darstellung heute etwas klischeehaft wirkt. Deshalb gilt sie als richtungsweisend für das Vorkommen von LGBTI-Charakteren im US-Fernsehen. Es gab Gastauftritte von zahlreichen Stars, von Britney Spears über Elton John oder Jennifer Lopez bis hin zu Cher.

Und auch politisch hatte die Serie einigen Einfluss: Bereits in der Staffel 2000/01 wurde die Öffnung der Ehe thematisiert. „Das war sehr früh“, erinnerte sich Megan Mullhally. Und offenbar effektiv: Als sich Vizepräsident Joe Biden im Jahr 2012 das erste Mal dafür aussprach, die Ehe zu öffnen, lobte er die Serie: „Ich denke, dass ‚Will & Grace‘ möglicherweise mehr getan hat, um die Öffentlichkeit zu bilden, als irgendjemand sonst.“