Erneut schwulenfeindlicher Angriff im Berliner Nollendorfkiez

Im Großen Tiergarten gab es am Wochenende einen schwulenfeindlichen Raubüberfall

Berlin: Nollendorfplatz
Standardizer/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Erneut hat es in Berlin einen homophoben Zwischenfall im Nollendorfkiez, dem Zentrum der schwulen Szene gegeben. Das berichtet die Berliner Polizei.

Zuerst von einer Frau beleidigt, dann von einem Mann geschlagen

So wurden am Sonntag gegen 4.30 Uhr Polizisten in der Eisenacher Straße von einem 25-jährigen Mann angesprochen, der in der Motzstraße beleidigt und geschlagen wurde. Er sagte den Beamten, dass er vor einer Bar stand, als eine Frau und ein Mann auf ihn zukamen. Die Frau rempelte den jungen Mann an und beschimpfte ihn schwulenfeindlich. Der 25-Jährige sagte der Frau, dass er sie anzeigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten werde.

Doch damit war der Begleiter der Unbekannten offenbar nicht einverstanden: Er schlug dem Beleidigten mit der Faust ins Gesicht, das Paar flüchtete in Richtung Martin-Luther-Straße. Der 25-Jährige erlitt bei dem Angriff leichte Kopfverletzungen, die nicht ärztlich behandelt werden mussten.

Schwulenfeindlicher Raubüberfall im Großen Tiergarten

Bereits am Samstag nachmittag wurde ein 39-Jähriger Opfer eines schwulenfeindlichen Angriffs im Großen Tiergarten: Der Mann berichtete, dass er im Park, der auch als Cruising-Zone bekannt ist, unterwegs war, als er auf eine vier Männer traf. Einer der Männer beleidigte ihn homophob und stieß ihn zu Boden.

Dann stahl er sein Handy und seine Geldbörse und flüchtete mit den drei anderen Männern. Diese haben sich, so das Opfer, an dem Angriff nicht beteiligt. Auch der 39-Jährige erlitt bei dem Angriff leichte Kopfverletzungen, die nicht behandelt werden mussten.

In beiden Fällen hat – wie bei allen homo- und trans-phoben Straftaten – der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin die Ermittlungen übernommen.