Ghana: 14-jährige Lesbe von fünf Burschen vergewaltigt

Und die mutmaßlichen Täter wurden bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen

Symbolbild: Schwarzes Mädchen
Symbolbild - Fotolia

Im Alter von 14 Jahren wurde eine junge Lesbe in Ghana von fünf Burschen vergewaltigt. Die Täter wurden bis heute nicht verfolgt – doch das soll sich schon bald ändern, berichten lokale Medien.

Eine Gruppenvergewaltigung als „Geburtstagsgeschenk“ von einem „Freund“

Wie das Webportal Joy News berichtet, hat sich die heute 21-Jährige Mariam (Name geändert) damals mit einem Freund getroffen. Er sagte ihr, dass er ein Geschenk für sie habe und führte sie zu seiner Wohnung. Dort warteten schon vier andere Burschen, um sie zu vergewaltigen.

„Es war mein Freund, der mit der Vergewaltigung angefangen hat“, erinnert sich Mariam unter Tränen.

Nach der Vergewaltigung wird die 14-Jährige schwanger

Während sich die fünf Burschen an dem 14-jährigen Mädchen vergangen, wurde sie ohnmächtig. Später stellte sich heraus, dass sie von einem ihrer Peiniger schwanger war. Sie trug das Kind aus und gebar es. Heute kümmert sich ein anderes Familienmitglied um das Kind.

Die Vergewaltigung machte das Mädchen psychisch instabil. „Ich habe begonnen, mich wie ein verrücktes Mädchen zu verhalten. Ich war fertig. Manchmal habe ich geschrien. Ich wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht, bin von Krankenhaus zu Krankenhaus gezogen, von Medikation zu Medikation, nur um wieder normal zu werden“, erinnert sich Mariam heute.

„Meine Mutter und mein Vater haben alles getan, um mir zu helfen“

In dieser Zeit haben ihr ihre Eltern besonders geholfen: „Meine Mutter und mein Vater – sie haben alles getan, was sie tun konnten. Auch, wenn ich das älteste Kind bin, wurde ich behütet wie das Nesthäkchen.“

Zu allem Überfluss sandte einer der Burschen dem verstörten Mädchen noch Nachrichten, dass er für das, was er ihr angetan hatte, niemals ins Gefängnis kommen würde. Und wie es scheint, hatte er Recht.

Die Polizei weigerte sich, die Vergewaltiger festzunehmen

„Wir dachten, sie würden festgenommen werden, aber die Polizei wollte mir nicht helfen. Ich weiß nicht, warum.“ In ihrer Heimatstadt Mathaheko, einem Vorort der Hauptstadt Accra, gelte Vergewaltigung als Kavaliersdelikt, erklärte sie. „ich bin nicht die erste und ich war nicht die letzte. Gruppenvergewaltigungen sind an der Tagesordnung.“

Mariam erinnert sich, dass ihr Vater immer wieder zur Polizei ging und dem Beamten sagte, wo die Vergewaltiger waren – aber es war sinnlos: „Der Polizist hat gesagt, er ist der einzige Mensch auf der Station und kann sie nicht verlassen, um jemanden wegen eines Kleinverbrechens zu verhaften.“

Nach Medienberichten wollen höhere Polizeibeamte den Fall noch einmal prüfen

Doch genau das soll sich nach den ersten Medienberichten ändern. Wie Joy News erfahren hat, haben hochrangige Polizeibeamte am Montag Kontakt mit Mariam aufgenommen. Sie wollen den Fall nach sieben Jahren neu aufrollen.

Mariam selbst versucht, mit dem Trauma zu leben. Seit einem Jahr lebt sie nun in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung.