„Miss Trans America“-Organisatorin von eigenem Ehemann erstochen

Christa Leigh Steele-Knudslien ist damit dieses Jahr das erste Opfer transphober Gewalt in den USA

Christa Leigh Steele-Knudslien und ihr Ehemann Steve Steele-Knudslien
Christa Leigh Steele-Knudslien/Facebook

Die Schöpferin und Organisatorin des „Miss Trans America“-Wettbewerbs, Christa Leigh Steele-Knudslien, wurde am Freitagabend erstochen in ihrer Wohnung im US-Bundesstaat Massachusetts gefunden. Dringend tatverdächtig ist ihr Ehemann. Damit ist sie vermutlich die erste Trans-Person, die 2018 ermordet wurde.

Die 42-jährige wurde mit mehreren Stichwunden aufgefunden. Eine Autopsie bestätigte, dass sie durch den Blutverlust dieser Wunden ums Leben gekommen ist. Der Gerichtsmediziner fand außerdem die Spuren eines Schlages auf den Kopf, er stufte den Tod der Trans-Frau als Mord ein.

Der Ehemann stellte sich der Polizei und gestand den Beamten die Tat

Dringend tatverdächtig ist ihr Ehemann Steve Steele-Knudslien. Der 47-Jährige wurde festgenommen, nachdem er die Polizei selbst rief und ihr die Tötung seiner Gattin gestanden hatte. Er wurde in Untersuchungshaft genommen.

Das Paar lebte seit mehr als fünf Jahren zusammen, letztes Jahr haben sie auch geheiratet. Über die Umstände der Bluttat sind keine weiteren Informationen bekannt.

Christa Leigh Steele-Knudslien erreichte in den USA eine gewisse Berühmtheit, da sie die Schönheitsbewerbe „Miss Trans New England“ und der „Miss Trans America“ gegründet hatte und auch weiterbetrieb.

Letztes Jahr wurdenin den USA mindestens 28 Trans-Personen ermordet

Leigh gilt damit als erste Transgender-Person, die in den USA im Jahr 2018 ermordet wurde. Doch sie wird leider nicht die einzige sein: Denn Transgender-Personen sind überdurchschnittlich oft tödlicher Gewalt ausgesetzt.

So wurden im Jahr 2017 in den Vereinigten Staaten mindestens 28 Trans-Personen ermordet, womit es das bis jetzt gewalttätigste Jahr für Trans-Personen war. Doch das war auch 2016 – als 27 gewaltsame Todesfälle von Trans-Personen registriert wurden, so viele wie nie zuvor.

Eine Mehrheit der Opfer waren in beiden vergangenen Jahren farbige Trans-Frauen. Durch das aufgeheizte Klima in den Vereinigten Staaten rechnen Beobachter damit, dass diese Zahl heuer erneut ansteigen könnte.

In die Statistik nicht einberechnet sind versuchte Selbsttötungen. Im Jahr 2016 hatte eine US-Studie ergeben, dass fast 40 Prozent der erwachsenen Trans-Personen versucht hatten, sich aufgrund der ständigen Misshandlungen und Beleidigungen versucht haben, sich das Leben zu nehmen.