Trans-Frau in London von 24-Jährigem erstochen

Über das Motiv ist nichts bekannt - ihre Nachbarn schätzten die lebenslustige Frau

Naomi
privat

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist einem Hotel nahe des Londoner Flughafens Heathrow  am letzten Sonntag eine Trans-Frau brutal ermordet worden. Das berichten britische Medien. Ein Tatverdächtiger ist bereits in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Ärzte versuchten erfolglos, das Leben der Trans-Frau zu retten

Es war gegen 10.50 Uhr, als die 36-jährige Hersi Hersi, die als Naomi bekannt war, mit Stichverletzungen im Heathrow Palace Hotel gefunden wurde. Die Ärzte versuchten, ihr Leben zu retten, doch sie starb eine halbe Stunde später. Tragisch: In ihrem letzten Tweet teilte sie einen Artikel mit dem Titel „Farbige Trans-Frauen stehen vor einer Epidemie von Gewalt und Mord“.

Naomi, die ursprünglich aus Somalia kam, lebte auch kurzzeitig in den Vereinigten Staaten, erinnern sich Nachbarn. Zuletzt lebte sie im Norden von London. Ein Nachbar beschrieb das Opfer gegenüber dem Evening Standard als „extravagante, sehr lustige Person“. Er sei „am Boden zerstört, weil wir eine Freundin und Nachbarin verloren haben“.

„Als sie länger verschwunden ist, habe ich gewusst, dass etwas nicht stimmt“

Ein anderer Nachbar sagte der Zeitung über Naomi: „Wir sind schockiert, was da passiert ist. Sie ist normalerweise für höchstens eine Nacht weggewesen. Als sie länger verschwunden ist, habe ich gewusst, dass etwas nicht stimmt. Ich habe gesehen, dass sie auf WhatsApp offline war. Das war ungewöhnlich, weil sie immer am Telefon war.“

Einige Zeit nach der Tat konnte die Polizei den 24-jährigen Jesse McDonald als Tatverdächtigen verhaften. Über das Motiv des Mordes ist bis jetzt noch nichts bekannt. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft verhängt. Ein 17-jähriges Mädchen wurde wegen Beihilfe angezeigt. Sie wurde gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt und muss am 17. April vor Gericht erscheinen.