Obdachlosen vergewaltigt und bestohlen: Zehn Jahre Haft

Der Ungar lockte das Opfer in Salzburg in einen Keller

Justitia
Archiv

In Salzburg wurde ein obdachloser Mann aus Ungarn am Mittwoch wegen Vergewaltigung und Diebstahls zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er hat einen anderen Obdachlosen vergewaltigt und dann bestohlen.

Die beiden Obdachlosen lernten sich kurz vor Weihnachten kennen

Wie der ORF Salzburg berichtet, soll der 33-Jährige sein Opfer am 20. Dezember in einem Lokal in der Stadt Salzburg kennengelernt haben. Dort bot er dem 48-jährigen Österreicher an, über Weihnachten in der Wohnung seiner Schwester zu übernachten.

Allerdings müsse er ihn ihm Keller verstecken, erklärte der Ungar seinem späteren Opfer – ein Vorwand, um ihn dorthin zu locken, so Staatsanwältin Barbara Fischer. Mit Gewalt habe er dann den Mann unter die Kellerstufe gezerrt, ihn in eine Dusche gestoßen und ihm den Mund zugehalten. Dann habe er ihn unter Gewaltanwendung zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Nach der Tat nahm er das Tablet des 48-Jährigen und flüchtete.

Vor Gericht beteuert er seine Unschuld und betont, nicht schwul zu sein

Der Angeklagte beteuerte vor Gericht seine Unschuld. Er sei nicht schwul, sondern Familienvater, erklärte er Richterin Anna-Sophia Geisselhofer. Außerdem sei er zum Zeitpunkt der Tat in Wien gewesen, behauptete der 33-Jährige.

Allerdings wurden auf der Haube des Opfers DNA-Spuren des 33-Jährigen gefunden: Der Staatsanwaltschaft zufolge habe er nach der Tat auf die Haube uriniert. Der Angeklagte entgegnete, dass der 48-Jährige die Haube wohl irgendwo hingelegt habe, wo er vorher uriniert hätte.

Der 33-Jährige wurde schließlich zu zehn Jahren unbedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig, der Angeklagte nahm es an. Vor seiner Inhaftierung wohnte der Angeklagte in karitativen Einrichtungen in Salzburg und Wien.