Aus Homophobie: Unbekannte schlagen 20-Jährigem eine Scheibe ein

Hassverbrechen traf den jungen Mann in den eigenen vier Wänden

Polizei
Symbolbild - Fotolia

In Berlin ist am Mittwoch ein 20-Jähriger vor seiner eigenen Wohnung schwulenfeindlich beleidigt und angegriffen worden.  Das berichtet die Berliner Polizei in einer Pressemeldung.

Zuerst beschimpften sie den 20-Jährigen, dann warfen sie einen Stein durchs Fenster

Der Vorfall ereignete sich gegen 15.00 Uhr vor der Wohnung des Mannes in der Zeitzer Straße im Bezirk Neukölln. Zunächst hat eine Gruppe junger Männer den 20-Jährigen vor seiner Wohnung angesprochen und schwulenfeindlich beleidigt. Der Mann ging daraufhin in seine Wohnung.

Kurz darauf soll einer der jungen Männer einen Stein durch das Fenster des jungen Mannes geschlagen haben. Dabei hat er eine Scheibe zerschlagen, der 20-Jährige wurde glücklicherweise nicht verletzt. Daraufhin flüchtete die Gruppe.

Der Bezirk Neukölln ist einer der Berliner Brennpunkte für Verbrechen gegen sexuelle Minderheiten

Wie bei allen homo- und transphoben Hassverbrechen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen. Neukölln ist, gemeinsam mit den Bezirken Mitte und Schöneberg, einer der Hotspots für Taten gegen sexuelle Minderheiten.

Das geht aus einer vorläufigen Statistik der Polizei hervor. Diesen Zahlen zufolge gab es letztes Jahr in ganz Berlin insgesamt 164 angezeigte Taten im Bereich „sexuelle Orientierung“, darunter auch Beleidigungen und Propagandadelikte. Bei Polizei und Staatsanwaltschaft gibt es jeweils eigene Ansprechpartner für sexuelle Minderheiten.