Dienstag, 28. Mai 2024
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Innsbruck: 20-Jähriger erpresst 17-Jährigen mit erzwungenem Nacktvideo

Das Opfer musste sich ausziehen und sagen, dass er schwul sei - der Angeklagte drohte mit Veröffentlichung

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Wegen einer ganzen Reihe von Straftaten muss sich ein 20-jähriger Russe in Tirol verantworten. So soll er unter anderem einen 17-Jährigen zu einem Nacktvideo gezwungen haben, um ihn dann damit zu erpressen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Am Ufer des Inns sollte der Bursche „gestehen“ schwul zu sein

So soll er 17-Jährigen im Juli am Ufer des Inns dazu gezwungen haben, sich nackt filmen zu lassen und dabei zu sagen, dass er schwul sei. „Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hat der Angeklagte daraufhin den 17-Jährigen mit der Drohung, er würde dieses Video sonst veröffentlichen, erpresst und mit der Androhung von Gewalt dazu gezwungen, nicht zur Polizei zu gehen“, so Staatsanwalt Hansjörg Mayr.

Der 17-Jährige sollte dem mutmaßlichen Täter bis zu 300 Euro zahlen – stattdessen ging er zur Polizei, obwohl er Repressalien des Angeklagten und seiner Freunde fürchtete.

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Doch das ist nicht die einzige Straftat, die dem 20-Jährigen zur Last gelegt wird. Ihm werde auch vorgeworfen, „andere durch die Androhung von Schlägen dazu gezwungen zu haben, für ihn Suchtgift zu verkaufen“, so der Staatsanwalt.

Auch einen anderen 17-Jährigen soll der Russe eingeschüchtert haben

Einen anderen 17-Jährigen soll der gebürtige Russe dazu gezwungen haben, ihm Geld und sein Handy zu geben und dann vor der Polizei falsche Angaben zu machen. Festgenommen wurde der 20-Jährige dann, als er gewaltsam in die Wohnung eines seiner Opfer eingedrungen ist. Seitdem ist er in Untersuchungshaft.

Nun drohen denn 20-Jährigen bis zu fünf Jahren Haft wegen Suchtgifthandel, Hausfriedensbruch, wiederholten Nötigungen, Erpressungen und Körperverletzungen.Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess soll am 15. Jänner am Landesgericht in Innsbruck beginnen.