[Video] Lady Gaga unterbricht Konzert für Kritik an Trump und Pence

Die Ehefrau des US-Vizepräsidenten arbeitet an einer Schule, die LGBT-Personen offensiv mobbt

Lady Gaga - Joanne
Lady Gaga

Deutliche Kritik, auch an US-Vizepräsident Mike Pence, hat Lady Gaga bei einem Konzert in Las Vegas geäußert. Dessen Frau Karen unterrichtet an einer Schule, die unter anderem weder bei Schülern noch Lehrern Homosexualität duldet.

Zuerst Kritik an Trump wegen dem Shutdown – dann an dem Ehepaar Pence wegen ihrer Ansichten

Während sie am Flügel saß, hat Lady Gaga ihr Konzert unerwartet unterbrochen und ihrem Ärger Luft gemacht – zunächst gegenüber US-Präsident Donald Trump, durch dessen harte Haltung im Haushaltsstreit 800.000 Bundesbedienstete derzeit kein Geld bekommen. „Es gibt Leute, die von Gehaltscheck zu Gehaltscheck leben – und die brauchen ihr Geld“, empörte sich die Sängerin.

Danach kritisierte sie Trumps Stellvertreter Mike Pence und seine Frau. „Ihr sagt, dass man das Christentum nicht diskriminieren dürfe. Aber ihr seid das schlechteste Beispiel dessen, was es bedeutet, ein Christ zu sein.“ Karen Pence hat vor einigen Tagen wieder angefangen, an der Immanuel-Christian-Schule in Springfield im US-Bundesstaat Virginia zu unterrichten.

Pences Ehefrau unterrichtet an einer Schule, an der LGBT-Personen einfach verboten sind

Diese Schule gilt als Vorposten der erzkonservativen Evangelikalen. So müssen die Eltern eine Einverständniserklärung unterschreiben, in der sie der Schule unter anderem das Recht geben, Schüler zu verweisen, die „homosexuelle Aktivitäten oder bisexuelle Aktivitäten betreiben, unterstützen oder befürworten“.

Außerdem dürfen Lehrer keinen außerehelichen oder gleichgeschlechtlichen Sex haben. Das „Ansehen pornografischen Materials oder pornografischer Websites“ ist ihnen sogar in der Freizeit verboten. Transgender-Lehrer sind an der Immanuel-Christian-Schule ebenfalls nicht erwünscht.

Mike und Karen Pence seien mit ihren Ansichten keine guten Christen, betont Lady Gaga

Ein so enges Weltbild empört Lady Gaga. Sie sei eine Christin, betonte sie bei ihrer Wutrede in Las Vegas. Christentum bedeute, „dass wir niemanden verurteilen und jeder willkommen ist“, machte die Sängerin unter dem Jubel der Besucher ihre Sicht der Dinge klar.

„Okay, sorry, ich war gerade aufgebracht“, schloss Lady Gaga ihre Konzert-Unterbrechung ab – und setzt mit dem Song „Million Reasons“ fort. Dort heißt es übrigens „Baby, I just need a good one“ – auf Deutsch:  Baby, ich brauche nur einen von den Guten. Danach hat sie angekündigt, für Michelle Obama und Joe Biden zu beten.