Ab heute haben die ersten Geschäfte der Community wieder offen

Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen: Langsam kommt wieder Leben in die Szene

Symbolbild: Schwules Paar
WienTourismus/Peter Rigaud

Ab heute kommt wieder Leben in die Wiener Szene: Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus werden gelockert, kleinere Geschäfte, Bau- und Gartenmärkte dürfen ab sofort wieder offenhalten. Und damit sperren auch die ersten Geschäfte der Community wieder auf.

Fetch Shop, Boner und Löwenherz haben ab heute wieder offen

So dürfen ab heute unter anderem Shops bis zu einer Fläche von 400 Quadratmetern wieder ihre Kunden begrüßen. In der Community betrifft diese Regelung unter anderem den Fetch Shop Vienna in der Schönbrunner Straße, den Boner Store beim Naschmarkt, der Man for Man Sexhop oder die Buchhandlung Löwenherz im 9. Wiener Gemeindebezirk. Sowohl der Boner Store als auch der Fetch Shop Vienna haben für die ersten Tage nach der Wiedereröffnung bereits eine Rabattaktion angekündigt, um das Geschäft wieder anzukurbeln.

Dabei gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen: So muss im Geschäft Mund-Nasen-Schutz getragen werden, der Mindestabstand von 1,5 Meter muss eingehalten werden und pro 20 Quadratmeter Fläche darf nur ein Kunde im Geschäft sein. Das bedeutet, dasss im Fetch Store Vienna maximal fünf Kunden gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, beim Boner Store sind es zwei.

Der in der Community sehr beliebte Proteinstore bleibt diese Woche noch geschlossen. Ab nächster Woche öffnet der Shop in der Zollergasse vorübergehend von Donnerstag bis Samstag, jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr. Denn solange die Ausgangsbeschränkungen noch gültig und Fitness-Center geschlossen sind, habe eine vollständige Öffnung wenig Sinn, so die Betreiber zu GGG.at

Alle anderen Geschäfte müssen noch warten – Events erst wieder ab Juli?

Wenn der Plan der Bundesregierung aufgeht, dürften als nächstes alle anderen Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure ab 1. Mai wieder aufsperren. Alle anderen Dienstleistungsbereiche müssen sich allerdings noch etwas gedulden. Bis Ende April sollen sie evaluiert werden – mit dem Ziel, sie ab Mitte Mai schrittweise zu öffnen.

Dazu gehört auch die Gastronomie: Restaurants, Cafés und Bars könnten dann ab Mitte Mai wieder aufsperren – wobei auch für sie die strengen Sicherheitsvorkehrungen gelten werden. Ob auch Saunen und Cruising-Bars, bei denen der Mindestabstand naturgemäß in der Regel nicht eingehalten wird, dann bereits wieder Kunden begrüßen dürfen, ist zur Zeit noch nicht klar.

Öffentliche Veranstaltungen, Konzerte und Festivals sollen, so der augenblickliche Plan der Bundesregierung, bis mindestens Ende Juni nicht mehr stattfinden. Die Absage der Vienna Pride, die von 1. bis 14. Juni gefeiert werden hätte sollen, war also eine richtige und vorausschauende Entscheidung.

Bis die Szene also aus ihrem erzwungenen Dornröschenschlaf wieder vollständig aufwachen kann, wird also noch einige Zeit vergehen.