Moritz Yvon tritt als Obmann der HOSI Wien zurück

Moritz Yvon
HOSI Wien

Moritz Yvon ist ab sofort nicht mehr Obmann der HOSI Wien. Er hat diese Funktion gestern nach nur zwei Jahren unerwartet aus gesundheitlichen Gründen zurückgelegt. In einer Mitteilung der HOSI Wien an ihre Mitglieder heißt es, dass Yvon auf „dringenden ärztlichen Rat“ von seiner Spitzenposition im bekanntesten LGBTI-Verband Österreichs zurückgetreten ist.

Die Erneuerung und Öffnung der HOSI Wien konnte Moritz Yvon nicht vollständig umsetzen

„Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn von den Mitgliedern der HOSI Wien zum Obmann gewählt zu werden, war nicht nur eine Ehre, sondern eine Verpflichtung. Die Erneuerung und Öffnung der HOSI Wien, zu der ich 2018 angetreten bin, nicht vollständig umsetzen zu können, bevor ich diese Aufgabe weitergebe, bedauere ich sehr“, so Yvon in einer ersten Stellungnahme an die Mitglieder.

Nun wird Ann-Sophie Otte, die erst vor zwei Monaten zur Obfrau der HOSI Wien gewählt wurde, gemeinsam mit dem Vorstand die Führung der Geschäfte übernehmen. Änderungen im Vorstand wird es nicht geben. Moritz Yvon bleibt der HOSI Wien mit seiner Erfahrung im Vorstand als Vereinssekretär erhalten. Er übernahm den Posten des Obmanns im Mai 2018 von Langzeit-Obmann Christian Högl.

Nun wird Obfrau Ann-Sophie Otte die Geschäfte der HOSI Wien gemeinsam mit dem Vorstand führen

Otte habe sich in den letzten zwei Monaten „mit großer Energie und Kenntnis in diese ehrenamtliche Aufgabe eingearbeitet“ und werde „eine hervorragende Obfrau“ sein, so Yvon in seiner Stellungnahme. Diese erwidert das Lob: „Ich danke ihm von Herzen, so einen gut aufgestellten Verein übernehmen zu können und wünsche ihm vor allem gesundheitlich alles Gute“, so Otte. Auch im Organisationsteam der HOSI Wien oder an der Spitze der Stonewall GmbH wird es derzeit keine personelle Änderungen geben.

Das herausragende Ereignis während der Obmannschaft von Moritz Yvon war auf jeden Fall die Durchführung der EuroPride 2019. Ebenfalls in seine Amtszeit fällt die Entscheidung über das permanente Mahnmal für Männer und Frauen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, im Wiener Resselpark, sowie die Ankündigung des von der HOSI Wien geforderten queeren Jugendzentrums durch die Stadt Wien.

Die zwei Jahre der Obmannschaft von Moritz Yvon waren eine Erfolgsbilanz

Weitere Veränderungen, die es in den letzten zwei Jahren in der HOSI Wien gab, waren beispielsweise die vollständige Öffnung des Vereins für die Anliegen transgender und intersexueller Menschen sowie deren Vertretung in den Vereinsstatuten.

„Meinen Teil dazu beigetragen haben zu können, macht mich zutiefst dankbar gegenüber den Mitgliedern, Ehrenamtlichen und dem gesamten Team der HOSI Wien, aber auch vielen Menschen darüber hinaus, sei das in der Wiener LGBTIQ-Community oder UnterstützerInnen von außen“, zieht auch Moritz Yvon eine äußerst positive Bilanz über seine Amtszeit.