Freitag, 23. Februar 2024
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Das Ende einer Ära: Neuer Vorstand für die HOSI Wien

Nach 22 Jahren: Christian Högl nicht mehr im Vorstand des Vereins

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Eine Ära der österreichischen LGBT-Bewegung ist zu Ende: Nach 22 Jahren hat sich Christian Högl als Obmann der HOSI Wien zurückgezogen. Ihm folgt Moritz Yvon nach, der von der Vollversammlung des Vereins mit 82 Prozent der Stimmen zum neuen Obmann gewählt wurde.

Erneuerung und Kontinuität als Erfolgsgeheimnis

Yvon ist seit 2010 im Vorstand der HOSI Wien und war dort viele Jahre für die Jugendarbeit und das Antifaschistische Komitee verantwortlich. Seit 2011 ist er Mitglied des Organisationsteams von Regenbogenparade und Regenbogenball.

Ebenfalls zurückgezogen hat sich Kurt Krickler, bisher Generalsekretär der HOSI Wien und Chefredakteur der vereinseigenen Lambda-Nachrichten. Der Posten des Generalsekretärs wird nicht mehr neu besetzt, für die Lambda-Nachrichten ist künftig Fabian Wingert zuständig. Er soll ein neues Konzept für das Magazin erstellen.

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Doch neben den großen Veränderungen setzt die HOSI Wien auch auf Kontinuität: Lui Fidelsberger bleibt Obfrau, die Kassierer heißen auch im kommenden Vereinsjahr Paula Gludovatz und Markus Steup. Auch bei den Schriftführern ist mit Barbara Fröhlich und Michael Richter für Kontinuität gesorgt. Auch die Aktivisten, Angestellten und unsere Organisationsteams bleiben die gleichen.

Die HOSI Wien möchte mit der gesamten Community zusammenarbeiten

Der neue Vorstand sieht sich als Teil einer aktiven LGBT-Community. In ganz Europa erstarken rechtsautoritäre Parteien, und auch die derzeitige Bundesregierung in Österreich ist „keine Freundin der Community“, so die HOSI Wien.

Umso wichtiger sei es, nun an einem Strang zu ziehen. „Deshalb wollen wir der gesamten Community und ihren Freund*innen die Hand reichen. Wir werden nicht immer und überall einer Meinung sein, das ist auch nicht nötig – aber wir wollen miteinander im Gespräch bleiben und so gut wie möglich zusammenarbeiten. Unsere Community ist immer dann stark gewesen, wenn wir unsere Vielfalt als Stärke gesehen haben“, ist sich der neue Vorstand sicher.

Mit dem Ergebnis der Generalversammlung ist der neue Vorstand zufrieden. „Wir freuen uns über die starke Beteiligung unserer Mitglieder an der demokratischen Willensbildung in der Generalversammlung. Ihre klare, eindeutige Entscheidung für eine Öffnung und Modernisierung des Vereins und das große Vertrauen ist gerade in Zeiten wie diesen wichtig“, so der neue Vorstand der HOSI Wien. Und zu tun gibt es genug: In wenigen Wochen findet die Vienna Pride statt, nächstes Jahr gilt es, die EuroPride zu veranstalten.