Corona-Krise: Ab 19. Mai sollen Lokale öffnen, Discos und Clubs ab Juli

Kanzler Kurz stellt Öffnungen bis zum Sommer in Aussicht - doch in Wien sind sie noch nicht fix.

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Ab dem 19. Mai wird es österreichweit in Tourismus, Handel, Gastronomie und Sport erste Öffungsschritte geben. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz heute Nachmittag bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Bei Hochzeiten, der Nachtgastronomie, Vereinsfesten und Events ohne zugewiesene Sitzplätze – also dem Großteil der queeren Szenelocations – stellt Kurz den Juli für Öffnungen in Aussicht.

Die Grundvoraussetzung für all diese Öffnungsschritte wird der „grüne Pass“ sein – Besucher von Lokalen oder Veranstaltungen müssen also entweder getestet, genesen oder geimpft sein. Zusätzlich soll es in diesen Branchen entsprechende Sicherheitskonzepte geben, zum Beispiel die Registrierung von Gästen oder eine von der Fläche der Location abhängige Höchstbesucher-Anzahl. Die Sperrstunde soll einheitlich um 22.00 Uhr sein.

Gastronomie, Hotels und Veranstaltungen unter Einschränkungen ab 19. Mai

Die Gastronomie – das betrifft vor allem Cafés oder Restaurants – darf ab 19. Mai outdoor und indoor öffnen, es gelten allerdings Einschränkungen: Zehn Personen sind outdoor pro Tisch erlaubt, indoor sind es vier Erwachsene pro Tisch plus Kinder. Ähnliche Regeln gelten im Tourismus, also bei Hotels. Mit den Kriterien des „grünen Passes“ wird man auch ab Mitte Mai nach Österreich einreisen können.

Bei Kultur und Sport wird es ebenfalls verpflichtende Zutrittstests und Quadratmeterregeln geben. Die Höchstbesucherzahlen für Kultur und Sport betragen 1500 Personen indoor und 3000 Menschen outdoor, ergänzte Sport- und Kulturminister Werner Kogler von den Grünen. Auch hier ist ein Eintrittstest verpflichtend.

In Wien sind die Öffnungen zum 19. Mai noch nicht fix

Zuvor hatte sich der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig von der SPÖ in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz ebenfalls für schrittweise Öffnungen ausgesprochen – und zwar „vorsichtig, intelligent und nachhaltig“. Ab 19. Mai soll „möglichst vieles gleichzeitig öffnen“, so Ludwig. Ob derartige Schritte dann tatsächlich auch in Wien umgesetzt werden, ließ er offen.

Zunächst wolle er Anfang nächste Woche gemeinsam mit Fachleuten beraten und dann entscheiden, wie nach dem strengen Lockdown, der am 2. Mai endet, vorgegangen wird. Bundesländer werden das Recht haben, die Lockerungen wieder eigenständig einzuschränken, bestätigte auch die Regierung.

Die Bevölkerung soll weiterhin achtsam bleiben und die Hygieneregeln einhalten

Trotz der Ankündigung der Öffnungsschritte hat Bundeskanzler Kurz die Bevölkerung gebeten, weiterhin achtsam zu bleiben und die gute Ausgangslage nicht zu verspielen. Nach wie vor dürfe man nur einen weiteren Haushalt treffen, betonte der Kanzler.

Auch Gesundheitsminister Mückstein betonte, dass die Hygieneregeln – FFP2-Maske, Abstand halten, Hände waschen und testen – weiterhin gelten. Österreich sei beim Impffortschritt unter den Top fünf in der EU und den Top 20 weltweit. Bis zum Ende des zweiten Quartals könne man Kurz zufolge jedem eine Impfung anbieten, der eine möchte.