Fast 2.000 Menschen feiern CSD in Erfurt

Nach dem Umzug gab es ein großes Straßenfest

Regenbogenflagge
Kevin Wong/Flickr - CC BY 2.0

Achtungserfolg für den CSD Erfurt: Gut 1.700 Menschen sind am Samstag in der Hauptstadt von Thüringen für mehr Toleranz und Vielfalt auf die Straße gegangen. Das seien etwa doppelt so viel wie erwartet, teilte ein Polizeisprecher mit. Nach Angaben der Polizei gab es beim CSD in Erfurt keine Zwischenfälle.

„Mit so vielen Menschen haben wir nicht gerechnet“

Die Teilnehmer:innen zogen mit zahlreichen Regenbogenflaggen durch die Erfurter Innenstadt, wo es am Nachmittag noch ein Straßenfest gab. Die Organisator:innen zeigten sich von der großen Resonanz überrascht. „Mit so vielen Menschen haben wir nicht annähernd gerechnet“, so ein Sprecher. Erfreulich sei, dass sich vor allem viele junge Leute beteiligt hätten.

Im Vorfeld der Parade war im Foyer des Thüringer Landtags die Wanderausstellung „We are Part of Culture“ mit Portraits 30 berühmter Persönlichkeiten der LGBTI-Community eröffnet worden. Zusätzlich wurde der Landtag in Regenbogenfarben angestrahlt, vor dem Gebäude wehte die Regenbogenflagge. 

Auch der Landtag strahlte in Regenbogenfarben

„Der Landtag ist Ort der Begegnung und damit auch Ort gelebter Vielfalt. Liebe kennt kein Geschlecht und niemand darf Angst haben müssen, für seine und ihre sexuelle Orientierung verurteilt zu werden“, betonte Landtagspräsidentin Birgit Keller von den Linken.

Der Christopher Street Day war in diesem Jahr in mehreren Thüringer Städten gefeiert worden, unter anderem in Jena, Altenburg oder vor drei Wochen in Weimar.