Freitag, 19. April 2024
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Rapid verliert ersten Sponsor nach schwulenfeindlichen Gesängen

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MVC Motors, ein Premiumpartner von Rapid Wien, reagiert auf den Eklat der Grün-Weißen nach dem Wiener Derby. Zunächst wurde am vergangenen Montag ein Video von Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann bekannt, in dem er deftig gegen Austria Wien austeilt.

Schwulenfeindliche Gesänge von Co-Trainer und Spieler sorgen für Empörung

Wenige Stunden später wurden weitere Videos öffentlich, in denen Co-Trainer Stefan Kulovits sowie die Spieler Guido Burgstaller, Marco Grüll, Thorsten Schick, Maximilian Hofmann und Niklas Hedl zu sehen sind, die gemeinsam mit Fans teils homophobe Gesänge gegen den Lokalrivalen anstimmen.

Das sorgte auch bei den Sponsoren des Clubs für Missfallen: Man möchte sich „von den kürzlich aufgetretenen Vorfällen distanzieren“, heißt es auf der Facbook-Seite von MVC Motors: Es sei „wichtig, dass alle Beteiligten sich bewusst sind, dass ihre Handlungen und Worte einen Einfluss haben“.

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Nun hat der erste Premiumsponsor seinen Vertrag mit Rapid Wien gekündigt

Zwei Tage nach dieser Stellungnahme hat der Autohändler, der außerdem den Stadtrivalen Austria Wien und den Eishockeyverein Vienna Capitals unterstützt, die Kooperation vorzeitig beendet. Auf der Homepage von MVC Motors wurde Rapid Wien bereits als Kooperationspartner entfernt.

„Dieses Verhalten ist nicht nur unangebracht und respektlos, sondern auch unsportlich. Die Stellungnahme des SK Rapid, die Aussagen wären ‚absolut unpassend‘ ist maßlos untertrieben“, ärgert sich Marcus Shamsaei, Geschäftsführer von MVC Motors, gegenüber der Tageszeitung Österreich.

Gegenüber dem Standard  spricht Rapid von einem „sehr bedauerlichen Schritt“. Man werde ungeachtet dessen „weiter das Gespräch mit den Entscheidungsträgern von MVC Motors suchen“, gibt sich der Traditionsverein überraschend optimistisch.

Es drohen weitere Konsequenzen durch die Bundesliga

Welche weiteren Konsequenzen der Fehltritt der Grün-Weißen nach dem Derby haben wird, ist noch nicht klar. Der zuständige Liga-Senat 1 hat mittlerweile zwei Verfahren eingeleitet: Eines gegen Steffen Hofmann, das andere gegen Rapid im Allgemeinen und die beteiligten Spieler wie Guido Burgstaller oder Marco Grüll sowie Kulovits.

Hierbei drohen den Beteiligten Spiel- oder Funktionssperren, auch ein Punkteabzuug ist möglich. Rapid selber teilt mit, man sei seit Beginn dieser Woche mit den Beteiligten „intensiv mit der Aufarbeitung der Geschehnisse beschäftigt.“

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