Gemeinsames Begräbnis statt Hochzeit: Junges Paar unter den Opfern von Orlando

"Mein Sohn hätte das so gewollt", ist sich der Vater des Opfers sicher

Juan Ramon Guerrero und Christopher Leinonen
Juan Ramon Guerrero/Instagram

Juan Ramon Guerrero und Christopher Leinonen wollten heiraten. Nun werden sie zusammen beerdigt. Der 22-Jährige und sein zehn Jahre älterer Freund waren unter den 49 Opfern des Terroranschlags von Orlando.

Auch, wenn es noch keine Details über das Begräbnis gibt: Die Familien des Paares haben sich geeinigt, das Paar nebeneinander zur letzten Ruhe zu betten. „Ich glaube, mein Sohn hätte das so gewollt“, erklärt Juan Ramon Guerrero senior dem US-Magazin „Time“: „Und es ist mir egal, was die Leute denken. Es ist mir egal.“

„Sie waren Seelenverwandte“

„Sie waren ernsthaft so verliebt. Sie waren Seelenverwandte. Das konnte man sehen, wenn sie sich angeschaut haben“, erinnert sich Aryam Guerrero, die Schwester des Getöteten. „Es ist ein kleiner Trost, dass sie gemeinsam gestorben sind.“

Guerrero und Leinonen waren seit fast zwei Jahren ein Paar. Sie haben auch zusammen gewohnt. Die Idee für das gemeinsame Grab kam von Christophers Mutter Christine. Sie wurde zu einem der verzweifelten Gesichter des Unglücks, als sie – nicht wissend wie es ihrem Sohn und seinem Freund geht – weinend und verzweifelt einem Lokalsender ein Interview gab.

Juan wäre bald 23 Jahre alt geworden

„Wenn es kein Begräbnis wäre, hätten sie gemeinsam Hochzeit gefeiert“, ist sich Aryam Guerrero sicher. In einigen Tagen hätte Juan Ramon Guerrero seinen 23. Geburtstag gefeiert. Nun wird die Feier zu einem Gedenken: „Meine Frau wird all seine Lieblingsspeisen kochen“, sagt sein Vater. „Ich habe einen Teil meines Lebens verloren.“