Wieder zwei junge Schwule in Berlin verprügelt

Junge Männer wurden wegen ihrer Kleidung verfolgt

Blaulicht
Symbolbild - Archiv

Erneut hat es in Berlin am Wochenende einen schwulenfeindlichen Angriff gegeben. Die beiden Opfer, 23 und 25 Jahre alt, mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das berichtet die Berliner Polizei in einer Aussendung.

Die beiden jungen Männer begegneten in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 2.00 Uhr früh an der Kreuzung Heinrich-Heine-Straße/Annenstraße im Bezirk Mitte einer Gruppe von drei jungen Männern. Um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, wichen sie eigenen Angaben zufolge auf die andere Straßenseite aus.

Unbekannter folgt dem Paar und schlägt zu

Doch einer der drei unbekannten Männer folgte dem schwulen Paar. Zuerst schlug er den 23-Jährigen, dann folgten zwei Schläge ins Gesicht seines zwei Jahre älteren Begleiters. Als eine Passantin den beiden Männern zur Hilfe eilte, flüchtete der Schläger unerkannt.

Die Verletzungen der beiden Opfer mussten im Krankenhaus behandelt werden. Dort haben sie den Überfall auch den herbeigerufenen Polizisten angezeigt. Nach einer ambulanten Behandlung konnten die Burschen die Klinik wieder verlassen.

Kleidung des Paares als Grund für den Übergriff

Die Berliner Polizei stuft die Tat als homophoben Übergriff ein. Grund für den Angriff war bisherigen Ermittlungen zufolge die Kleidung der Opfer. Der Polizeiliche Staatschutz des Landeskriminalamts Berlin hat die Ermittlungen übernommen.

In Berlin hat in den letzten Monaten die Zahl der homophoben Übergriffe spürbar zugenommen. Ende August hat ein Unbekannter drei Männer im Tiergarten schwulenfeindlich beleidigt und anschließend verletzt. Zwei Tage später wurden Schwule in dieser Gegend mit einem Hammer angegriffen.

Auch vom Alexanderplatz, unweit des Ortes, an dem die Männer diesmal angegriffen wurden, wurden in den letzten Monaten wiederholt homophobe Angriffe gemeldet.